BHW-Übernahme Postbank bietet das Minimum

Die Postbank hat den Minderheitsaktionären der Bausparkasse BHW ein offizielles Angebot gemacht. Es beträgt 15,04 Euro je Aktie - und entspricht damit exakt dem gesetzlichen Minimum. Auf die Forderungen des Fondsmanagers Florian Homm ging die Bank nicht ein.

Frankfurt am Main - Florian Homm hat sich nicht durchgesetzt. Der Hedgefondsmanager hatte sich jüngst an der Bausparkasse BHW  beteiligt, die vor der Übernahme durch die Postbank  steht. Homm wollte für sich und die übrigen BHW-Minderheitsaktionäre einen hohen Preis für die letzten Anteile herausschlagen. Doch die Postbank ließ ihn abblitzen.

Am Donnerstag hat das Bonner Finanzinstitut ein offizielles Pflichtangebot abgegeben und ihre Ankündigung wahr gemacht: Mit 15,04 Euro je Aktie bietet sie den BHW-Aktionären exakt den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestpreis - und keinen Cent mehr. Das Angebot läuft vom 26. Januar bis zum 23. Februar.

Mit Wirkung zum 2. Januar 2006 hatte die Bank die Anteile der bisherigen BHW-Mehrheitsgesellschafter übernommen. Sie hält derzeit 91,04 Prozent der Aktien. Laut Wertpapierübernahmegesetz ist sie damit verpflichtet, den Minderheitsaktionären ein Angebot zu machen.

Die Postbank bezeichnete das Angebot als "sehr attraktiv". Es entspreche dem gewichteten Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate. Nach Ansicht der Postbank war dieser bereits in erheblichem Maße durch Übernahmespekulationen beeinflusst. Ende 2004, bevor erste Gerüchte über eine Fusion aufkamen, kostete eine BHW-Aktie rund 10,20 Euro. Damit, so argumentiert die Postbank, betrage der Aufschlag 4,83 Euro - fast 50 Prozent.

Mittelfristig will die Postbank die Aufgaben der BHW auf ihr eigenes Haus überragen. Wesentlichen Änderungen des BHW-Kerngeschäfts seien jedoch nicht vorgesehen. "BHW" solle als Spezialmarke innerhalb des Postbank Konzerns für die Bereiche Bausparen, Baufinanzierung und Immobilien bestehen bleiben.

manager-magazin.de mit Material von vwd

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