Ehrung Bundesverdienstkreuz für Helmut Kohl

Bonn - Bundespräsident Roman Herzog hat Bundeskanzler Helmut Kohl das Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik mit Lorbeerkranz verliehen. Das Bundespräsidialamt erklärte dazu am Montag in Bonn, das Staatsoberhaupt habe damit den scheidenden Regierungschef für "Verdienste um Deutschland und Europa" geehrt. Bei dieser besonderen Ausfertigung des Ordens ist der auf dem Kreuz befindliche Bundesadler mit einem vergoldeten Lorbeerkranz umgeben.

Es handelt sich dabei um die höchste Stufe des Bundesverdienstkreuzes, die ein Bundesbürger erhalten kann. Sie ist vorher erst ein Mal, und zwar 1956 an den ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer verliehen worden. Mehr als 40 Jahre später geht diese Auszeichnung nun auf Wunsch Herzogs an den CDU-Politiker Kohl.

Der allerhöchste deutsche Orden, die Sonderstufe des Bundesverdienstkreuzes, ist nur für ausländische Staatsoberhäupter bestimmt und somit für keinen anderen Bürger erreichbar. Eine Ausnahme bildet jeweils der deutsche Bundespräsident. Er bekommt diese Auszeichnung nach dem Ordensstatut Kraft seines Amtes.

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