Tui Anleger lächeln wieder

Das "U" im Logo des Reisekonzerns Tui wird heute seinem besonderen Schwung an der Börse gerecht: Ein Lächeln ist der Kursanstieg nach guten Quartalszahlen den Aktionären wert. Der Konzern steigerte den Gewinn, die Gästezahl stieg um mehr als 13 Prozent.

Hannover - Europas größter Reisekonzern Tui  hat im dritten Quartal 2005 seinen operativen Gewinn gesteigert. Im Kerngeschäft Touristik profitierte das hannoversche Unternehmen vom wieder anziehenden Reisemarkt.

Der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn vor Steuern und Abschreibungen (Ebta) stieg zum Vorjahr um 6,3 Prozent auf 659 Millionen Euro, wie Tui am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz stieg auf 6,58 (Vorjahr 6,19) Milliarden Euro.

Der Nettogewinn sank binnen Jahresfrist allerdings auf 597,6 Millionen von 631,4 Millionen Euro. Im Kerngeschäft Touristik legte der Betriebsgewinn (Ebta) auf 590 (573) Millionen Euro zu, der Umsatz stieg hier auf 5,28 Milliarden von 4,93 Milliarden Euro.

Tui-Touristik soll zweistellig zulegen

Analysten hatten zuvor ein operatives Ergebnis im Konzern von 639 Millionen und einen Umsatz von 6,39 Milliarden Euro erwartet. In der Touristik schätzten sie das Ebta auf 601 Millionen Euro und den Umsatz auf knapp 5,2 Milliarden Euro.

Die Touristik legte im dritten Quartal, das wegen der Hauptreisezeit im Sommer das wichtigste ist, operativ auf 590 (573) Millionen Euro zu. Der Umsatz stieg auf 5,28 (4,93) Milliarden Euro. Auch bei den Buchungen in der Sommersaison habe Tui zugelegt, teilte der Konzern mit. Die Gästezahl sei um 13,4 Prozent zum Vorjahr gestiegen, die gebuchten Umsätze um 6,5 Prozent. Für das gesamte Geschäftsjahr 2005 erwartet Tui für die Touristik beim Ebta weiterhin ein Plus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

Tui-Aktien starteten mit Gewinn in den Börsenhandel. Nach Einschätzung der Landesbank Rheinland Pfalz fiel die Bilanz des Reisekonzerns für das dritte Quartal überwiegend positiv aus: "Die Zahlen scheinen auf den ersten Blick positiv zu sein und über den Erwartungen zu liegen", sagte Analyst Per-Ola Hellgren. Das Ergebnis der Touristiksparte (EBTA) liege zwar unter der durchschnittlichen Markterwartung, habe diese aber nur geringfügig verfehlt.

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