Lufthansa Ein Jahr in neun Monaten

Deutschlands bedeutendste Fluggesellschaft bleibt im Aufwind. Nach zwei Quartalen mit höherem Gewinn hat die Lufthansa auch im dritten zulegen können, ihr Jahressoll erreichte das Unternehmen bereits nach neun Monaten. Aktienhändler sind dennoch nicht recht zufrieden.

Frankfurt - Die Deutsche Lufthansa  hat trotz hoher Treibstoffkosten in den ersten neun Monaten ihren Gewinn deutlich gesteigert. Europas zweitgrößte Fluggesellschaft nach Air France-KLM hob deshalb am Mittwoch ihre Jahresprognose an und rechnet nun für 2005 mit einem operativen Ergebnis von "deutlich mehr als 400 Millionen Euro".

Der Umsatz stieg nach Konzernangaben von Januar bis September um 4,7 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro, nach 12,7 Milliarden Euro im Vorjahr. Das operative Ergebnis verdoppelte sich nahezu von zuvor 251 Millionen Euro auf 471 Millionen Euro. Der Konzernüberschuss verbesserte sich infolge von Sondererlösen überdurchschnittlich stark auf 416 Millionen Euro. In der entsprechenden Vorjahresperiode waren es nur 164 Millionen Euro.

Damit hat die Lufthansa ihr Gewinnziel für das Gesamtjahr bereits Ende September erreicht. Die Fluggesellschaft lag beim operativen Ergebnis dennoch leicht unter den Erwartungen vieler Analysten, die nach Umfragen der Nachrichtenagentur DPA-AFX im Schnitt mit einem operativen Ergebnis in Höhe von 481 Millionen Euro gerechnet hatten.

Für das Gesamtjahr hob die Fluggesellschaft ihren Ausblick zudem an. Es werde "nun ein operatives Ergebnis von deutlich über 400 Millionen Euro erwartet", teilte das Unternehmen nach Börsenschluss mit. Bisher war lediglich von "mehr als 400 Millionen Euro" die Rede gewesen. Eine konkrete Zahl nannte Lufthansa nicht. Die Mehrheit der Analysten hatten allerdings genau das erwartet.

In der Neun-Monatsbilanz setzte sich damit der Aufwärtstrend der beiden ersten Quartale fort. Analysten hatten den starken Anstieg des operativen Ergebnisses trotz der Zusatzkosten für Treibstoff in diesem Jahr erwartet, weil Lufthansa eine Vielzahl von Sparmaßnahmen durchgesetzt hat, vor allem beim Personal mit einer Nullrunde bei den Gehältern und längeren Arbeitszeiten.

Lufthansa-Aktien haben sich am Donnerstag nach Vorlage der Quartalsbilanz vorbörslich kaum bewegt. Das Papier der Fluggesellschaft wurde beim Düsseldorfer Broker Lang & Schwarz in einer Spanne von 11,71 zu 11,80 Euro gehandelt - am Vortag standen Plus 0,26 Prozent auf 11,75 Euro zu Buche.

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