EADS Jumbo-Gewinne

Der Europa-Konzern EADS verdient weiterhin gut. Im dritten Quartal erwirtschaftete die Airbus-Mutter deutlich mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Besonders gut lief das Geschäft der Flugzeugsparte.

Hamburg - Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS  hat sein Ergebnis in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres über die Erwartungen hinaus gesteigert. Angesichts höherer Auslieferungszahlen der Tochter Airbus sowie eines stärkeren Verteidigungsgeschäfts stockt das Unternehmen seine Ergebnisprognose für das laufende Jahr auf.

Als operatives Ergebnis werden nun 2,75 Milliarden Euro erwartet statt der bisher geplanten mehr als 2,6 Milliarden Euro. Zudem rechne man mit einem Umsatzanstieg von 31,7 Milliarden auf mehr als 33 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte der Konzern 2,43 Milliarden Euro operativen Gewinn erzielt.

Nach neun Monaten stehen für den Gesamtkonzern 23,4 Milliarden Euro Umsatz zu Buche. Im Vorjahreszeitraum waren es 21,5 Milliarden Euro. Das Nachsteuerergebnis wuchs von 597 Millionen auf eine Milliarde Euro. Analysten hatten mit 23,3 Milliarden Euro Umsatz und 1,003 Milliarden Euro Ertrag nach Steuern gerechnet.

Der Flugzeughersteller Airbus steigerte seinen Umsatz im dritten Quartal von 4,4 Milliarden auf fast 4,8 Milliarden Euro und den operativen Gewinn von 399 Millionen auf 410 Millionen Euro. Der zweitwichtigste Bereich Verteidigungs- und Sicherheitssysteme legte bei den Erlösen von 1,09 auf 1,25 Milliarden Euro zu und kam auf 29 Millionen Euro Ertrag nach 6 Millionen im Vorjahresquartal.

Airbus A380: Das dritte Exemplar des Airbus A380 wird das erste der neuen Jumbo-Familie, dessen Kabine in Hamburg ausgestattet und dessen Hülle vor weiteren Testflügen lackiert wird

Airbus A380: Das dritte Exemplar des Airbus A380 wird das erste der neuen Jumbo-Familie, dessen Kabine in Hamburg ausgestattet und dessen Hülle vor weiteren Testflügen lackiert wird

Foto: DPA
Willkommen in Hamburg: Airbusmitarbeiter begrüßen die Crew des Großraum-Airbus A380 auf dem Airbus-Werksflugplatz in Hamburg-Finkenwerder

Willkommen in Hamburg: Airbusmitarbeiter begrüßen die Crew des Großraum-Airbus A380 auf dem Airbus-Werksflugplatz in Hamburg-Finkenwerder

Foto: DPA
Perfekte Landung: Der Großraum-Airbus A380 kommt zur weiteren Montage zum Hamburger Airbus-Werk

Perfekte Landung: Der Großraum-Airbus A380 kommt zur weiteren Montage zum Hamburger Airbus-Werk

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Zwischenstopp in Hamburg: Der dritte fliegende Großraum-Airbus A380 wird nach seiner Innenausstattung und Lackierung zur Airbus-Zentrale nach Toulouse zurückkehren

Zwischenstopp in Hamburg: Der dritte fliegende Großraum-Airbus A380 wird nach seiner Innenausstattung und Lackierung zur Airbus-Zentrale nach Toulouse zurückkehren

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Groß und mächtig: Airbusmitarbeiter betrachten das neue Flaggschiff des Flugzeugbauers

Groß und mächtig: Airbusmitarbeiter betrachten das neue Flaggschiff des Flugzeugbauers

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Besuchermagnet: Mehrere Tausend Zuschauer wollen die Landung des Rieen-Jumbo A 380 erleben. Das Flugzeug gilt als vergleichsweise leises Fluggerät

Besuchermagnet: Mehrere Tausend Zuschauer wollen die Landung des Rieen-Jumbo A 380 erleben. Das Flugzeug gilt als vergleichsweise leises Fluggerät

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Riesen-Airbus zur weiteren Montage in Deutschland gelandet
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Der Flugzeugbauer Airbus will einigen Käufern des Superjumbos A380 einen finanziellen Ausgleich für Verzögerungen bei der Auslieferung gewähren. Die Flugzeuge werden wahrscheinlich mehrere Monate später fertiggestellt als ursprünglich gelant, da Probleme bei der individuellen Ausstattung des Riesen-Airbus aufgetreten sind. Gemäß den individuellen Kaufverträgen seien einigen, jedoch nicht allen Käufern Entschädigungen zugestanden worden, sagte EADS-Chef Noel Forgeard dem "Wall Street Journal Europe".

Die Quartalszahlen sind nach Einschätzung eines Händlers dennoch "sehr gut" ausgefallen. Sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis überzeugten. Dennoch verloren die EADS-Aktien heute mehr als 2 Prozent an Wert auf nunmehr 29,30 Euro.

Zuvor hatten zwar die Analysten der WestLB berichtet, für die kommenden Wochen weiter mit einer überdurchschnittlich guten Kursentwicklung der EADS-Aktien zu rechnen. Experten von Merrill Lynch  rieten Anlegern aber dagegen, ihre EADS-Titel zu verkaufen.

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