BASF Nettogewinn verdoppelt

Dank Preiserhöhungen hat der Chemiekonzern BASF im dritten Quartal Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Einmal mehr lieferte das Öl- und Gasgeschäft den größten Beitrag. Obwohl der Konzern angesichts der Sturmschäden in den USA mit weiteren Belastungen rechnet, hob er die Prognose für das Gesamtjahr an.

Ludwigshafen - Wie BASF  am Mittwoch in Ludwigshafen berichtete, kletterte der Umsatz im Vergleich zum dritten Quartal 2004 um 11 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro. Der Gewinn (Ebit) vor Sondereinflüssen habe sich um 13 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro verbessert. Das Nettoergebnis kletterte sogar um knapp 121 Prozent auf 808 Millionen Euro.

Zugleich hob BASF den Ausblick für das Gesamtjahr nochmals an. Wie Vorstandschaf Jürgen Hambrecht erklärte, rechnet der Konzern nun mit einer deutlichen Steigerung von Umsatz und Ebit vor Sondereinflüssen. Dieses Ziel will die BASF erreichen, obwohl der Konzern für das vierte Quartal mit Ergebnisbelastungen von 120 Millionen Euro als Folge der Wirbelstürme in den USA rechnet. Anders als im vierten Quartal 2004 werde es in diesem Jahr auch keinen Sonderertrag aus Derivatgeschäften in Höhe von 80 Millionen Euro geben.

Nach BASF-Angaben beruht der Umsatzanstieg im Wesentlichen auf Preiserhöhungen in allen Chemiesegmenten. Das Unternehmen habe damit auf die stark gestiegenen Rohstoffpreise reagiert, die bis September 2005 bereits zu Mehraufwendungen in Höhe von einer Milliarde Euro geführt hätten. Die dadurch notwendigen Preiserhöhungen hätten nur zum Teil an den Markt weiter gegeben werden können.

Den größten Gewinnbeitrag lieferte wieder einmal das Öl- und Gasgeschäft der BASF. Während der Umsatz um 40 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro nach oben schoss, verbesserte sich das Ebit vor Sondereinflüssen um 29 Prozent auf 594 Millionen Euro. Damit verblieben 36,4 Prozent vom Umsatz als Gewinn bei der BASF. Wie das Unternehmen berichtete, stieg der Umsatz im Geschäftsbereich Chemikalien um 14 Prozent auf den Rekordwert von 2,063 Milliarden Euro. Wegen hoher Rohstoffkosten sei allerdings das Ebit vor Sondereinflüssen um 27 Prozent auf 268 Millionen Euro gesunken.

Völlig anders das Bild im Geschäftsbereich Kunststoffe: Hier stieg der Umsatz zwar nur um fünf Prozent auf 2,957 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Sondereinflüssen kletterte dagegen um 48 Prozent auf 267 Millionen Euro. Im Bereich Veredelungsprodukte stieg der Umsatz um zwei Prozent auf 2,106 Milliarden Euro. Der Gewinn blieb mit 216 Millionen Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres konstant.

Mit einem Umsatzminus von drei Prozent auf 576 Millionen Euro blieb der Geschäftsbereich Pflanzenschutz das Sorgenkind der BASF. Der Verlust vor Sondereinflüssen vergrößerte sich nach Konzernangaben von elf auf 24 Millionen Euro.

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