Autos VW will bei Bentley und Rolls Royce 1,4 Milliarden Mark investieren

In den nächsten Jahren sollen mehr Bentleys vom Band laufen. Die Rolls-Royce-Produktion bleibt aber gleich.

Crewe - Der Volkswagen-Konzern plant umfangreiche Investitionen in die Luxus-Limosinen Rolls-Royce und Bentley. In das britische Werk Crewe würden in den kommenden fünf Jahren rund 500 Millionen Pfund (rund 1,4 Milliarden Mark) gesteckt, um die beiden Marken weiterzuentwickeln, sagte VW-Vertriebsvorstand Robert Büchelhofer am Freitag.

Bentley solle innerhalb von fünf Jahren zu einer weltweit führenden Marke der Luxusklasse aufsteigen, sagte Büchelhofer auf dem ersten Treffen der weltweiten Händler von Rolls-Royce Motor Cars (RRMC) seit der Übernahme durch VW. Zum einem solle die Produktentwicklung vorangebracht werden. So solle beispielsweise "so bald wie möglich" ein mittelgroßer Bentley gebaut werden.

Nach mittelfristiger Planung solle die Bentley-Produktion auf 9000 Stück im Jahr hochgefahren werden. Im Gegensatz dazu werde die Zahl der vom Band laufenden Rolls Royce konstant bleiben. 1996 verkaufte RRMC rund 550 Rolls-Royce und 1300 Bentley.

Auch in Rolls-Royce soll weiter investiert werden, bekräftige der VW-Manager. Darüberhinaus werde diese Marke das Marketing bekommen, das sie verdiene. Rolls-Royce müsse und werde auch weiterhin einen wesentlichen Gewinnbeitrag für das Unternehmen liefern. Der Vertrieb der Schwestermodelle solle nach wie vor unabhängig von den übrigen Konzern-Marken geführt werden.

Nach einem monatelangem Bieterwettbewerb hatte VW im Sommer den Zuschlag für die Rechte an Bentley erhalten. BMW dagegen sicherte sich die Rechte an der Schwestermarke Rolls-Royce, die der Konzern aber bis Ende des Jahres 2002 an VW abtrat.

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