HVB Interessenten für Problemkredite

Die HypoVereinsbank trennt sich von ihren Altlasten. Für ein zwei Milliarden Euro schweres Paket fauler Immobilienkredite hat das Münchener Finanzinstitut einem Zeitungsbericht zufolge nun offenbar erste Angebote erhalten. Zu den Interessenten sollen alle wichtigen Größen der US-Finanzindustrie zählen.

Düsseldorf - Die HypoVereinsbank (HVB)  hat dem "Handelsblatt" zufolge für ein Zwei-Milliarden-Euro-Paket notleidender Immobilienkredite erste Angebote erhalten. Zu den Interessenten zählten der US-Fonds Lone Star sowie die Investmentbanken Goldman Sachs , Merrill Lynch , J.P. Morgan , Morgan Stanley  und Citibank , berichtet das Blatt unter Berufung auf Finanzkreise.

Die HVB bereite zudem bereits ein weiteres Paket im Volumen von zwei Milliarden Euro vor, das in einigen Monaten auf den Markt kommen solle. Die Münchener Bank wollte den Bericht nicht kommentieren. Dazu nehme die Bank keine Stellung, sagte ein Sprecher am Montag in München auf Anfrage.

Die Interessenten setzten darauf, die Problemkredite umzustrukturieren oder weiterzuverkaufen. Damit ließen sich nach Branchenschätzungen Renditen von rund 20 Prozent verdienen, schreibt das Blatt weiter. 2004 seien nach Schätzungen der Deutschen Bank in Deutschland Not leidende Darlehen im Wert von 12 Milliarden Euro gehandelt worden. In diesem Jahr sollen es noch einmal deutlich mehr werden. Dabei handele es sich bislang fast ausnahmslos um Immobilien- und Unternehmenskredite.

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