UniCredito Angebot für HVB-Vorzugsaktien

Im Zuge der Übernahme der HypoVereinsbank hat die italienische Großbank UniCredito jetzt auch für die HVB-Vorzugsaktien ein Umtauschangebot abgegeben. Die Italiener bieten der Bayerischen Landesstiftung, der einzigen HVB-Vorzugsaktionärin, die gleichen Bedingungen wie den Stammaktionären.

München - UniCredito  will die Vorzugsaktien der HypoVereinsbank (HVB)  im gleichen Verhältnis wie die Stammaktien in eigene Papiere tauschen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Finanzkreise. UniCredito biete für die HVB-Vorzüge ebenfalls ein Umtauschverhältnis von 5 zu 1.

Bislang hatte UniCredito lediglich angekündigt, die Vorzugsaktien im Wege eines Umtausches erwerben zu wollen, ohne allerdings einen konkreten Preis zu nennen. Dagegen hatten die Italiener für die Stammaktien von Beginn an ein Tauschverhältnis von fünf eigenen Aktien für einen HVB-Anteilsschein geboten.

Einzige Besitzerin der Vorzugsaktien ist die Bayerische Landesstiftung. Diese Papiere machen 1,9 Prozent des HVB-Gesamtkapitals aus. Darüber hinaus halten die Landesstiftung und die ebenfalls in Besitz des Freistaats Bayern befindliche Bayerische Forschungsstiftung insgesamt 1,8 Prozent des HVB-Kapitals in Form von Stammaktien. Bislang war erwartet worden, dass UniCredito die Vorzüge nur mit einem Abschlag von Seiten der Landesstiftung tauschen werde, da die Papiere nicht börsennotiert und daher von geringerem Interesse sind.

Eine Rolle bei der jetzigen Absicht von UniCredito könnte dem Zeitungsbericht zufolge spielen, dass sich die Bank das Wohlwollen des Freistaates für den Tausch des gesamten Aktienpakets sichern wolle. Angesichts der bevorstehenden Offerte von UniCredito sei zu erwarten, dass die Stiftungen ihre Papiere eintauschen werden, heißt es in dem Bericht weiter.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.