Gewinnsprung Bayer hebt Prognosen an

Bayer hat die Prognosen für das Gesamtjahr deutlich angehoben. Zuvor hatte der Chemie- und Pharmakonzern für das erste Halbjahr 2005 einen Gewinnsprung gemeldet.

Leverkusen - Der Umsatz legte insbesondere dank der robusten Chemiekonjunktur um 19,7 Prozent auf 7,053 Milliarden Euro zu, teilte Bayer  am Mittwoch in Leverkusen mit. Der Überschuss kletterte auf 406 (146) Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) und vor Sondereffekten erhöhte sich um 38,5 Prozent auf 852 Millionen Euro.

Im abgelaufenen ersten Halbjahr konnte der Düngemittelhersteller den Umsatz um 8 Prozent auf 1,477 Milliarden Euro steigern. Das operative Ergebnis (EBIT I) lag mit 163,5 Millionen Euro 54 Prozent über dem Vorjahreswert. Bis auf den Geschäftsbereich Dienstleistungen und Hande der Konzern 104,8 (Vorjahr: 64,4) Millionen Euro, bereinigt um Marktwertveränderungen waren es 101,8 (64,5) Millionen Euro.

Das zweite Quartal belasteten Sondereinflüsse in Höhe von 106 (minus 105) Millionen Euro. Darin seien Vorsorgen für Rechtsfälle von 74 Millionen Euro, Restrukturierungsaufwendungen von 25 Millionen Euro bei CropScience sowie Aufwendungen von 17 Millionen Euro für die Integration des Consumer-Health-Geschäfts von Roche enthalten.

Insgesamt sei Bayer den eigenen Rentabilitätszielen "einen weiteren Schritt näher gekommen", sagte Wenning. Auch für den weiteren Jahresverlauf zeigte er sich zuversichtlich: "Bayer ist weiter auf Wachstumskurs. Den größten Ergebniszuwachs sehen wir unverändert im MaterialScience-Geschäft", sagte Wenning.

Auch für das Gesundheitsgeschäft zeigte sich der Konzernlenker optimistisch und hob die Prognose für das bereinigte EBIT erneut an. Dies solle 2005 um mindestens 10 Prozent über dem Niveau des Gesamtjahres 2004 liegen. Vor diesem Hintergrund werde im Teilkonzern für 2006 eine höhere EBITDA-Marge an. Die Zielrendite von 17 Prozent dürfte übertroffen werden.

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