Linde Sattes Gewinnplus

Der Industriegase-Spezialist Linde hat im ersten Halbjahr sein Ergebnis zweistellig gesteigert und die Analystenerwartungen übertroffen. Vorstandschef Wolfgang Reitzle bestätigte die Jahresprognose.

Frankfurt - Linde  hat im ersten Halbjahr dank guter Geschäfte in allen Sparten operativ deutlich mehr verdient und die Prognosen der Analysten übertroffen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) sei um 20,4 Prozent auf 372 Millionen Euro gestiegen, teilte Linde am Donnerstag in Wiesbaden mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt für das erste Halbjahr mit einem Ebita von 353 Millionen Euro gerechnet.

Im zweiten Quartal kam Linde auf einen operativen Gewinn von 207 Millionen Euro. "Obwohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwierig bleiben, bestätigt der Linde Konzern seine Prognose für das Jahr 2005", teilte der Vorstand mit. Danach werde weiter ein Umsatz und operatives Ergebnis über Vorjahr erwartet. Das Ergebnisplus werde aber etwas geringer ausfallen als noch 2004.

Linde setzte im Halbjahr 4,464 Milliarden Euro um, ein Plus von 8,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Die Wiesbadener erwirtschafteten einen Überschuss von 193 Millionen Euro, ein Plus von 17,7 Prozent. Der Auftragseingang im Konzern nahm um 6,4 Prozent auf 4,84 Milliarden Euro zu. In seinem größten Geschäftsbereich Gase kam der Konzern auf einen operativen Gewinn von 339 Millionen Euro im Halbjahr, ein Plus von 13,8 Prozent. Der französische Gase-Konkurrent Air Liquide  hatte bereits solide Geschäftszahlen für das zweite Quartal veröffentlicht.

Linde hatte sich vergangenes Jahr von dem traditionsreichen Geschäft mit Kühlgeräten für die Lebensmittelbranche getrennt und ist nur noch in den Bereichen Gase und Anlagenbau (Gas & Engineering) sowie Gabelstapler (Material Handling) aktiv.

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