Bank of America Fusionen bestimmen Quartalsbilanz

Die Bank of America hat ihren Gewinn in den vergangenen drei Monaten zweistellig gesteigert - und damit die Erwartungen übertroffen. Die Übernahme des Kreditkartenanbieters MBNA verursachte Millionenkosten. Durch das Zusammengehen mit FleetBoston hingegen sparte die Bank allein im zweiten Quartal mehr als 440 Millionen Dollar.

New York - Die Bank of America  hat ihren Gewinn im zweiten Quartal dank Zuwächsen im Privatkunden- und Kreditkartengeschäft um 12 Prozent gesteigert. Der Nettogewinn sei im Quartal auf 4,3 Milliarden Dollar oder 1,06 Dollar je Aktie geklettert, teilte die drittgrößte US-Bank am Montag mit.

Im Vorjahreszeitraum hatte die Bank 3,85 Milliarden Dollar oder 0,93 Dollar je Aktie verdient. Mit dem Quartalsergebnis übertraf das Kreditinstitut die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit einem Gewinn von 1,01 Dollar je Anteilsschein gerechnet hatten. Bei den Einnahmen lag die Bank im Rahmen der Erwartungen. Die Erträge stiegen im Quartal um mehr als sieben Prozent auf 14,21 Milliarden Dollar. Analysten hatten hier mit 14,04 Milliarden Dollar gerechnet.

Im Quartalsergebnis seien 121 Millionen Dollar vor Steuern an Fusions- und Restrukturierungskosten enthalten, die den Gewinn um zwei Cent je Aktie drückten, hieß es weiter. Die Bank of America hatte vor wenigen Wochen die Übernahme des Rivalen MBNA für 35 Milliarden Dollar angekündigt. Damit will sie eines der größten Kreditkarten-Unternehmen in den USA werden. Die Transaktion solle im vierten Quartal abgeschlossen werden.

Der Gewinn des Kreditkartenanbieters MBNA fiel im zweiten Quartal wegen höherer operativer Kosten und Restrukturierungsaufwendungen auf rund 632 Millionen Dollar von gut 660 Millionen im Vorjahr, wie die größte unabhängige US-Kreditkartengesellschaft am Montag mitteilte. Je Aktie betrug der Gewinn noch 50 (51) US-Cent. Analysten hatten 49 Cent je Aktie prognostiziert.

Im vergangenen Jahr hatte die Bank of America bereits FleetBoston für 48 Milliarden Dollar erworben. Die Kosteneinsparungen durch die Fleet-Übernahme bezifferte die Bank of America im zweiten Quartal auf 441 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr geht die Bank weiter von Einsparungen in Höhe von 1,85 Milliarden Dollar aus.