Sony Ericsson Mehr Umsatz, weniger Gewinn

Gemischtes Bild bei Sony Ericsson: Der Mobiltelefonanbieter konnte zuletzt zwar mehr Telefone verkaufen, unterm Strich blieb allerdings weniger Geld in der Kasse des Unternehmens. Die Aktienkurse der Mutterkonzerne Sony und Ericsson reagierten mit Kursverlusten auf die neuen Geschäftszahlen ihres gemeinsamen Tochterunternehmens.

London - Die Firma Sony Ericsson Mobile Communications hat im zweiten Quartal die Erwartungen der Analysten verfehlt. Das Joint Venture der Sony Corp und der Telefon AB LM Ericsson meldete am Freitag ein Vorsteuerergebnis von 87 Millionen Euro, nach 113 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die meisten Experten hatten mit einem Ergebnis in Höhe von 92 Millionen Euro gerechnet.

Sony Ericsson konnte dagegen die Umsatzprognose der Analysten übertreffen. Der Handyproduzent erlöste zuletzt 1,61 Milliarden Euro und damit 90 Millionen Euro mehr als die Marktbeobachteter zuvor geschätzt hatten. Auch der Handyabsatz lag mit 11,88 Millionen Stück über der Prognose von 10,8 Millionen Einheiten nach 10,4 Millionen im zweiten Quartal 2004 und 9,4 Millionen im ersten Quartal 2005.

Den Rückgang des Nettogewinns begründete das Unternehmen vor allem mit anhaltenden Investitionen in Forschung und Entwicklung. Die Steigerung des Absatzes sei der Einführung neuer Modelle in den drei Monaten per Ende Juni zu verdanken. Der durchschnittliche Verkaufspreis habe wie erwartet stagniert. Den weltweiten Absatz im laufenden Jahr sehe Sony Ericsson nun bei über 720 Millionen Stück, hieß es am Freitag. Mitte Juni hatte der Konzern rund 720 Millionen Einheiten prognostiziert.

Von April bis Juni lieferte Sony Ericsson 11,88 Millionen Handys aus. Das waren 14 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal. Im ersten Jahresviertel hatte die Gesellschaft 9,4 Millionen Mobiltelefone abgesetzt. Der Handyhersteller begründete den höheren Absatz mit seinem breiteren Produktportfolio. Der durchschnittliche Verkaufspreis sei stabil geblieben.

Für das Gesamtjahr erhöhte der Siemens-Konkurrent seine weltweite Absatzprognose für die Branche auf mehr als 720 Millionen Stück. Diese Zahl hatte am Freitagmorgen auch der weltweit drittgrößte Handyhersteller Samsung Electronics genannt und damit seine Prognose um 20 Millionen Mobiltelefone aufgestockt.

Die Aktienkurse der Mutterkonzerne Sony und Ericsson reagierten mit Kursverlusten auf die neuen Geschäftszahlen ihres gemeinsamen Tochterunternehmens. Sony-Anteilsscheine  büßten 0,44 Prozent auf 29,25 Euro ein, die Ericsson-Titel  verloren 1,1 Prozent auf etwa 2,85 Euro.