AMD Unerwarteter Gewinn

Der US-Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) hat in seinem zweiten Geschäftsquartal überraschend einen Gewinn erzielt. Ein starker Absatz von Mikroprozessoren machte die Schwäche im Geschäft mit Speicherchips mehr als wett.

San Francisco - Im abgelaufenen Quartal erwirtschaftete der Chipehrsteller AMD  einen Gewinn von 11,3 Millionen Dollar oder drei Cent je Aktie einschließlich Wandelrechten, teilte das im kalifornischen Sunnyvale beheimatete Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Analysten hatten im Schnitt für das Quartal einen Verlust von fünf Cent erwartet. Vor einem Jahr hatte AMD einen Gewinn von 32 Millionen Dollar oder neun Cent je Anteilschein einschließlich Wandelrechten ausgewiesen.

AMD ist mit weitem Abstand hinter Intel  der zweitgrößte Chipherstellers der Welt. Sein Umsatz blieb mit 1,26 Milliarden Dollar nahezu unverändert und fiel damit etwas höher aus, als von Analysten im Schnitt erwartet. Das Ergebnis sei getrieben worden durch Rekordumsätze von 767 Millionen Dollar im Geschäft mit Chips für Personal-Computer (PC). Der Umsatz mit Speicherchips sackte hingegen um 31 Prozent ab. Dabei sei die Brutto-Gewinnspanne gemessen am Umsatz auf 39 Prozent von 34 Prozent im ersten Quartal ausgeweitet worden.

Für das dritte Quartal erwarte AMD höhere Umsätze bei seiner Mikroprozessoren-Sparte, teilte das Unternehmen mit. "AMD rechnet damit, dass die Mikroprozessor-Erlöse die normalen saisonalen Muster übertreffen." Die Umsätze fallen hier im dritten Quartal meist stark aus, da PC-Hersteller noch einmal aufstocken bevor ihr Jahresendgeschäft einsetzt.

Seine Marktposition wolle das Unternehmen ausbauen, sagte AMD-Marketing-Vizepräsident Henri Richard. "Ausgehend von unserem niedrigen Marktanteil können wir nur nach oben blicken." Derzeit liegt der AMD-Anteil am PC-Prozessormarkt bei etwa zehn Prozent. Es sei entscheidend, dass AMD hier zulege, damit sich die kostspielige neue Produktionsfabrik in Dresden, die im kommenden Jahr eröffnet werden soll, bezahlt mache, sagte Analyst Michael McConnell von Pacific Crest Securities.

AMD hat seinen Hauptkonkurrenten Intel, der etwa 80 Protent Marktanteil hält, jüngst wegen Wettbewerbsbehinderung verklagt. Im Zuge eines EU-Wettbewerbsverfahrens gegen Intel waren am Dienstag europaweit Büros des weltgrößten Chipherstellers durchsucht worden.

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