Jahresbilanz Nike erzielt Rekordergebnis

Der weltgrößte Sportschuster Nike hat im Geschäftsjahr 2004/2005 ein Rekordergebnis erzielt. Der Gewinn stieg um 28 Prozent, der Umsatz legte 12 Prozent zu. Nike wuchs in allen Regionen und Konzernsparten – und verbuchte die höchste Bruttomarge der Unternehmensgeschichte.

Beaverton - Der weltgrößte Sportschuhhersteller Nike  ist unter seinem neuen Konzernchef William D. Perez im Geschäftsjahr 2004/2005 (31. Mai) weltweit stark expandiert und hat Rekordumsätze und -gewinne verbucht. Das Geschäft mit teuren Nike-Sportschuhen - und hohen Gewinnmargen - entwickelte sich besonders gut. Die zugekauften Schuhmarken Converse und Starter legten ebenfalls zu. In allen Regionen gab es Rekordergebnisse.

Der Jahresgewinn erhöhte sich um 28 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar, teilte Nike am Montag mit. Der Gewinn pro Aktie legte auf 4,48 (Vorjahr: 3,51) Dollar je Aktie zu. Nike steigerte den Jahresumsatz um 12 Prozent auf 13,7 Milliarden Dollar, wobei Wechselkursveränderungen 3 Prozent beisteuerten. Die Übernahmen der Sportschuhfirmen Converse und Starter halfen ebenfalls.

Dabei erhöhte der in Beaverton (Bundesstaat Oregon) ansässige Sportschuh- und Bekleidungshersteller seinen Umsatz in der Region Europa/Naher Osten/Afrika um 12 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar. 7 Prozentpunkte des Anstiegs waren dort auf Wechselkursauswirkungen zurückzuführen. Der Sportschuhumsatz erhöhte sich um 12 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar, der Bekleidungsumsatz ebenfalls um 12 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Die Region trug auf Vorsteuerbasis mit 917,5 Millionen Dollar zum Nike-Jahresgewinn bei - das entspricht einem Plus von 23 Prozent.

Nike erhöhte seinen US-Jahresumsatz um 7 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar und verdiente im heimischen Markt 1,1 Milliarden Dollar vor Steuern, 12 Prozent mehr als im vorangegangenen Geschäftsjahr.

Starkes Schlussquartal

Der Umsatz legte im Schlussquartal des abgelaufenen Geschäftsjahres um 7 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar und der Quartalsgewinn um 15 Prozent auf 349,5 Millionen Dollar oder 1,30 (1,13) Dollar je Aktie zu.

Der neue Konzernchef Perez, der von dem Haushaltsproduktanbieter S.C. Johnson gekommen war, verwies auf "ein gesundes Umsatzwachstum und die höchsten Bruttomargen in der Unternehmensgeschichte". Er rechnet mit einer weiteren profitablen Expansion in allen Sparten. Die Bruttomarge stieg im vierten Quartal auf 45,2 (43,8) Prozent des Umsatzes.

Der Auftragseingang für Auslieferungen von Juni bis November 2005 stieg gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit um 9,5 Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar. Dabei legten die USA um 9 Prozent, Europa um 7 Prozent, der asiatisch-pazifische Raum um 11 Prozent und der Rest Nord- und Südamerikas um 25 Prozent zu.