HVB/UniCredito Moody's überprüft Ratings

Die angekündigte Übernahme der HVB durch die UniCredito ruft die Ratingagentur Moody's auf den Plan. Sie erwägt eine Herabstufung der italienischen Bank. Die Kreditwürdigkeit der HVB dürfte sich dagegen verbessern.

Frankfurt - Die Übernahmepläne der UniCredito Italiano  für die deutsche HypoVereinsbank  dürften nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's eine Veränderung der Einstufung der Kreditwürdigkeit beider Banken nach sich ziehen.

Wie die Agentur am späten Montagabend in London mitteilte, erwägt sie die Herabstufung des Langfristrating der UniCredito "Aa2". Das Finanzstärkerating "B+" der italienischen Bank werde ebenso auf eine mögliche Herabstufung geprüft. Nicht ausgeschlossen sei eine Herabstufung um mehr als eine Stufe (notch), hieß es.

Dagegen dürfte die langfristige Kreditwürdigkeit der HVB (A3) und ihrer österreichischen Tochter Bank Austria (A2) heraufgestuft werden. Lediglich beim Kurzfristrating der Bank Austria (B-) werde eine Herabstufung erwogen, nicht betroffen sei die kurzfristige Einstufung der finanziellen Stärke der HVB (D+).

Zwischen den beiden fusionierenden Banken gebe es beim Rating derzeit einen großen Abstand, erläuterten die Moody's-Analysten in ihrer Studie ihre Erwägungen. Bei der Überarbeitung des Ratings werde sich die Agentur auf mehrere Punkte konzentrieren, darunter die strategische Bedeutung der Übernahme der HVB durch die Unicredito  und die möglichen Risiken für die angesteuerten Synergien und Vorteile eines Zusammengehens. Zudem stünde auch das künftige Risikoprofil des fusionierten Unternehmens im Fokus.

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