Aktien Verluste in Frankfurt und New York

Die Anleger vertrauen den Anstiegen der vergangenen Tage noch nicht und realisieren die Kursgewinne.

New York/Frankfurt/Tokio - In Frankfurt und New York legten die Aktienkurse am Donnerstag eine Verschnaufpause ein. Der Dax fiel nach anfänglichen Zuwächsen bis zum Schluß des Xetra-Handels um 1,88 Prozent oder 4449,12 Punkte. Der Dow Jones war gegen 20 Uhr bei 8430 Zählern um etwa ein Prozent tiefer.

Angesichts des schwächelnden Dollar wurden auch Chemieaktien verkauft, die am Vormittag den Markt noch getragen hatten. Bayer konnten sich zwar noch bei einem Plus von einem Prozent halten. BASF und Hoechst schlossen aber zwei Prozent niedriger.

Auto-Werte fuhren mit in den Kurskeller. BMW, belastet durch Umstrukturierungskosten bei der britischen Tochter Rover, gaben um 3,7 Prozent nach. Daimler verloren 3,3 Prozent und VW gar 4,7 Prozent. Größere Verluste von rund vier Prozent und mehr mußten auch Adidas, Karstadt, MAN und Thyssen wegstecken. Deutsche Telekom schlossen 7,3 Prozent niedriger bei 45,60 Mark. Schwächer waren am Nachmittag auch Finanztitel.

Mannesmann dagegen, deren Festnetztochter Arcor der Telekom bei Ortsgesprächen künftig vermehrt Konkurrenz machen will, sprangen gegen den Trend um 6,4 Prozent nach oben. Auch SAP, Degussa und Schering verzeichneten markante Kursgewinne.

In Frankfurt sprachen Händler von einer Zwischenkonsolidierung, die den Dax in den nächsten Tagen noch etwas weiter nach unten führen könnte. Insgesamt sei die Bodenbildung nach der starken Korrektur des Marktes aber abgeschlossen. Mittelfristig sei er daher "leicht bullish" für die deutschen Aktien, erklärte ein Börsianer. Für Freitag sei aber zunächst einmal ein Test der Marke von 4400 Punkten zu erwarten.

Auch in Tokio hatten die Kurse zugelegt. Der Nikkei 225 schloß bei 14.295,56 Einheiten (plus 0,6 Prozent) aber unter seinem Tageshoch. Im frühen Handel hatte das Börsenbarometer noch einen Gewinn von rund drei Prozent verbucht.

Die Nachricht, daß weitere japanische Großbanken das kürzlich verabschiedete Gesetz zur Kapitalaufstockung mit öffentlichen Mitteln in Anspruch nehmen wollen, hatte dem Markt wie bereits am Vortag zu hohen Anfangsgewinnen verholfen. Im Mittelpunkt des Interesses stand zudem die Börseneinführung des führenden Mobilfunkbetreibers NTT DoCoMo. Der Titel schloß beim Kurs von 4,65 Millionen Yen. Das sind 64.000 Mark pro Aktie. Damit liegt der Kurs deutlich über dem Emissionspreis von 3,9 Millionen Yen.

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