Gewinnprognose Finanzaufsicht verwarnt Nokia

Die finnische Finanzaufsicht hat den Handykonzern Nokia verwarnt. Sie wirft ihm vor, eine zu niedrige Gewinnprognose veröffentlicht zu haben, um den Aktienkurs in die Höhe zu treiben. Nokia hatte im Schlussquartal 2004 seine zuvor veröffentlichte Prognose deutlich übertroffen.

Helsinki - Der finnische Handykonzern Nokia  hat von der Finanzaufsicht des Landes eine Verwarnung wegen Verletzung seiner Informationspflicht erhalten. Wie die Behörde am Donnerstag in Helsinki mitteilte, hätte Nokia im Januar eine höhere Gewinnerwartung für das letzte Quartal 2004 publizieren müssen als bis dahin prognostiziert.

Nokia hätte vorläufige Angaben über Umsatz und Gewinn ohne Verzögerung spätestens am 14. Januar öffentlich mitteilen müssen, als Aussagen möglich gewesen seien. Der größte Handyhersteller der Welt hatte am 27. Januar das Ergebnis des vierten Quartals zusammen mit der Jahresbilanz veröffentlicht.

Am 14. Oktober hatte Nokia noch gesagt, im Schlussquartal einen Gewinn je Aktie zwischen 0,16 und 0,18 Euro zu veranschlagen. Ende Januar hatte die finnische Gesellschaft dann einen Gewinn von 0,23 Euro pro Titel ausgewiesen. Dadurch wurde nach Meinung der Finanzaufsicht der Aktienkurs von Nokia in die Höhe getrieben. Der Kurs war damals an einem Tag um 8 Prozent in die Höhe geschnellt. Nokia hat das Recht, gegen die Entscheidung der Finanzaufsicht Einspruch einzulegen. Der Handyhersteller nahm zum dem Vorgang keine Stellung.