EADS Ins Fliegen gekommen

Der Airbus-Konzern EADS hat im ersten Quartal des Jahres mehr als drei mal so viel verdient, wie zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr. Umsatz- und Gewinnbringer war vor allem die Luftfahrtsparte Airbus. EADS-Aktien haben daraufhin zulegen können.

Hamburg - Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS  hat hauptsächlich wegen vermehrter Auslieferungen von Airbus-Flugzeugen das Ergebnis im ersten Quartal mehr als verdreifacht. Von Januar bis März 2005 habe das Unternehmen ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern sowie außerordentlichen Posten (Ebit) von 657 Millionen Euro erwirtschaftet, teilte EADS am Montag mit. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2004 blieben unterm Strich 198 Millionen Euro für EADS übrig. Das aktuelle Quartalsergebnis ist zudem fast doppelt so hoch ausgefallen, wie von Analysten im Schnitt erwartet worden ist.

Beim Umsatz konnte der Konzern um 16 Prozent auf sieben Milliarden Euro zulegen, das Konzernergebnis stieg binnen Jahresfrist auf 328 Millionen Euro von 49 Millionen Euro. Aufgrund der "überaus positiven" Auftragslage bei Airbus - brutto erhielt der Flugzeugbauer 123 Aufträge - erhöhte sich der Auftragseingang zu Jahresbeginn von 3,4 Milliarden auf neun Milliarden Euro. Der Auftragsbestand erreichte somit einen neuen Rekordwert in Höhe von insgesamt 190,4 Milliarden Euro.

Den Ausblick für das Gesamtjahr, wonach EADS bei 350 bis 360 ausgelieferten Airbus-Flugzeugen mit einem Ebit von mehr als 2,6 Milliarden Euro und einem Umsatz von 33 Milliarden Euro rechnet, bestätigte der Konzern.

Den größten Anteil an der Ergebnissteigerung des Konzerns hatte die Tochter Airbus. Das Ebit stieg hier im ersten Quartal auf 628 Millionen Euro von zuvor 224 Millionen Euro. Dabei habe Airbus von vorteilhaften Hedging-Konditionen profitieren können, die es im weiteren Verlauf des Jahres nicht mehr gebe.

Weniger gut lief es dagegen für die EADS-Raumfahrtsparte, die im ersten Quartal erneut einen Verlust hinnehmen musste. Dieser fiel aber mit sechs Millionen Euro geringer aus als noch vor einem Jahr mit elf Millionen Euro. Die Fortschritte deuteten darauf hin, dass der Bereich positiv zum Konzernportfolio beitragen werde, zeigten sich die beiden EADS-Chefs Rainer Hertricht und Philippe Camus zuversichtlich. Die Rentabilität dieses Bereichs werde 2005 voraussichtlich "deutlich höher" ausfallen als im Vorjahr.

Die Aktien des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS sind nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen vorbörslich nahezu unverändert gehandelt worden. Bei Lang & Schwarz wurden die Titel zwischen 22,68 und 22,98 Euro gehandelt, nachdem sie am Freitag 1,52 Prozent auf 22,71 Euro gewonnen hatten.

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