Royal Dutch/Shell Die Ölgewinne sprudeln

Dank der anhaltend hohen Ölpreise verdient der Ölkonzern Royal Dutch/Shell prächtig. Im ersten Quartal legte der Gewinn um 42 Prozent zu – deutlich stärker als erwartet. Erstmals bekommen Aktionäre eine Quartalsdividende.

London - Der Ölkonzern Royal Dutch/Shell hat seinen Gewinn im ersten Quartal 2005 unerwartet stark gesteigert. Wie das niederländisch-britische Unternehmen am Donnerstag in London mitteilte, stieg der bereinigte Gewinn in den ersten drei Monaten um 28 Prozent auf 5,548 Milliarden Dollar. Damit übertraf Shell die Erwartungen Londoner Analysten.

Unter dem Strich verdiente das britisch-niederländische Ölkonglomerat mit 6,67 Milliarden Dollar 42 Prozent mehr als im Vorjahr. Die erstmals ausgeschüttete Quartalsdividende betrage 0,46 Euro je Royal Dutch-Aktie  sowie 4,55 Pence je Shell-Anteil . Die Gesamtausschüttung betrage damit rund zwei Milliarden Dollar. Vom für 2005 vorgesehenen Volumen für den Aktienrückkauf in Höhe von drei bis fünf Milliarden Dollar seien bisher 500 Millionen Dollar realisiert worden.

"Das erste Quartal war für Shell ein ausgezeichneter Start ins neue Jahr", sagte der Vorstandsvorsitzende Jeroen van der Veer. Die Umstrukturierung des Unternehmens verlaufe nach Plan. Shell bestand bisher aus zwei in weiten Teilen unabhängig voneinander arbeitenden Unternehmensteilen: der niederländischen Royal Dutch und der britischen Shell. Auf Druck von Großanlegern werden nun beide Teile integriert. Die bisherige Struktur war von Anlegern mit dafür verantwortlich gemacht worden, dass Shell seine Ölreserven über Jahre zu hoch einschätzte und dies lange verbergen konnte.