Münchener Rück Gewinnsprung angekündigt

Die Münchener Rück stellt ihren Aktionären einen Gewinnsprung in Aussicht. Schon 2004 hatte der weltgrößte Rückversicherer ein Rekordergebnis eingefahren. Im laufenden Jahr will es der Konzern noch einmal um 30 Prozent übertreffen.

München - Nach dem Rekordergebnis von 1,83 Milliarden Euro im vergangenen Jahr wolle der weltgrößte Rückversicherer im laufenden Jahr 2,4 Milliarden Euro verdienen, sagte Münchener-Rück-Vorstandschef Nikolaus von Bomhard am Donnerstag auf der Hauptversammlung in München.

"Wir liegen gegenwärtig auf Kurs", sagte Bomhard. Ein europaweiter Wintersturm und ein Hochhausbrand in Madrid hätten das Ergebnis im ersten Quartal zwar belastet. Aber auf der anderen Seite seien Geschäftsvolumen und Ertragskraft in Japan und Korea zum 1. April weiter gestiegen. Er blicke optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr.

Im Unterschied zur Konkurrenz decke die Münchener Rück  "alle Risikobereiche vom Privatkundengeschäft bis zum Größtrisiko ab", sagte Bomhard. Das sei ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Die Münchener Rück werde kein "diffus ausgerichteter Finanzdienstleister ohne klares Profil, der sich in diversen Aktivitäten verzettelt".

Im vergangenen Jahr hatte die weltweit größte Rückversicherung nach dem Vorjahresverlust einen Rekordgewinn eingefahren. Die Erstversicherungen mit der Ergo-Gruppe  schafften die Ertragswende und steuerten 261 Millionen zum Ergebnis bei. Sie müssten aber weiter die Ärmel hochkrempeln und ebenso wie die Rückversicherung eine Kapitalrendite von 12 Prozent erreichen, forderte der Konzernchef. Das Rückversicherungsgeschäft war mit einer Schaden-Kosten-Quote von 99 Prozent auch ohne Kapitalzinsen schon profitabel und erwirtschaftete mit einem Gewinn von 1,66 Milliarden den Löwenanteil des Konzernüberschusses.

Enttäuschend sei nur der Aktienkurs, sagte Bomhard. Er war im vergangenen Jahr um 6 Prozent gesunken. Die Dividende soll auf 2 Euro steigen. Am Mittwoch legte die Aktie um 0,1 Prozent auf 86,04 Euro zu.