Deutsche Börse Finanzaufsicht prüft Verhalten der Fonds

Die Finanzaufsicht prüft einem Pressebericht zufolge, ob mehrere ausländische Hedge-Fonds, welche die Fusion der Deutschen Börse mit der London Stock Exchange behinderten, gegen das deutsche Wertpapierrecht verstoßen haben. Sie hätten den Anteilseignern möglicherwiese selbst ein öffentliches Angebot machen müssen.

München / Frankfurt am Main - Geklärt werden müsse die Frage, ob die Fonds, darunter der britische Fonds TCI, mehr als 30 Prozent der Aktien halten und abgestimmt agierten, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstagausgabe).

Sollte dies der Fall sein, hätten die Fonds gemäß Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz den anderen Eigentümern der Deutschen Börse  ein öffentliches Angebot zum Erwerb ihrer Aktien machen müssen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) prüft den Angaben zu Folge den Vorgang.

Britische Medien hatten im Februar spekuliert, TCI als Wortführer der Fusionsgegner habe 35 Prozent der Stimmen hinter sich. Das Oberlandesgericht Frankfurt hatte im Juni 2004 klare Regeln aufgestellt, wann ein abgestimmtes Verhalten vorliegt.

Die Aktionäre müssen demnach bewusst zusammenarbeiten, um Stimmrechte zu koordinieren und kontinuierlich auszuüben. Die Fonds bestritten der BaFin gegenüber, dass sie koordiniert vorgehen. Die Aufsichtsbehörde lehnte ein Stellungnahme ab.

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