Volkswagen Operatives Ergebnis steigt um 41 Prozent

Das milliardenschwere Sparprogramm "ForMotion" trägt erste Früchte. Die Zahlen von Volkswagen fallen besser aus als erwartet.

Wolfsburg - Der Volkswagen-Konzern hat im ersten Quartal dieses Jahres sein operatives Ergebnis um 135 Millionen Euro oder 41,2 Prozent auf 464 Millionen Euro gesteigert. Die Konsensprognose der Analysten für das operative Ergebnis hatte mit 412 Millionen Euro unter dem erreichten Wert gelegen.

Der Umsatz fiel dagegen um 2,4 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro, wie der Autohersteller am Mittwochabend in Wolfsburg mitteilte.

Volkswagen  hielt an der Prognose fest, dass sich das Ergebnis auch über das ganze Jahr gesehen verbessern werde, "um wie viel, hängt von heute nicht prognostizierbaren externen Umständen ab", hieß es in der Kurzfassung des Zwischenberichts. Der vollständige Bericht ist für den 29. April angekündigt.

Der Konzern erklärte, dass die wichtigsten Automärkte schwierig in das Jahr 2005 gestartet seien. Wegen der schwachen Wirtschaftslage werde sich daran in den kommenden Monaten auch grundlegend kaum etwas ändern.

20 neue Modelle im zweiten Halbjahr

"Wir gehen davon aus, dass sich der Preisdruck unvermindert fortsetzen wird", erklärte Volkswagen. Außerdem lasteten weiter ungünstige Wechselkursrelationen und hohe Kosten für Vormaterial wie Stahl auf der Automobilindustrie.

Vor Steuern verdiente der Konzern im ersten Quartal 121 Millionen Euro (Vorjahr: 44 Millionen Euro). Unter dem Strich blieben 70 Millionen Euro, im vergangenen Jahr waren es noch 26 Millionen Euro. Trotz der Verbesserungen hatte Konzernchef Bernd Pischetsrieder bereits im März angekündigt, dass das erste Quartal noch unbefriedigend verlaufen dürfte. Erst im zweiten Halbjahr solle es dank gut 20 neuer Modelle wieder richtig aufwärts gehen.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres setzte Volkswagen weltweit 1,166 Millionen Fahrzeuge ab, und damit 8,4 Prozent weniger als noch im Vorjahr (1,273 Mio. Fahrzeuge).

Der Konzern bestätigte am Mittwoch zudem seine zuletzt im März abgegebene Jahresprognose. So soll sich das operative Ergebnis in diesem Jahr verbessern. Im vergangenen Jahr hatten die Wolfsburger vor Sonderposten 2,02 Milliarden Euro und nach Sonderposten 1,62 Milliarden Euro verdient. Weitere Details werden zur morgigen Volkswagen-Hauptversammlung in Hamburg erwartet.

Der außerbörsliche Kurs der Volkswagenaktien reagierte nicht auf das Zahlenwerk sondern pendelte nach der Meldung weiter eng um den Tagesschluss bei 33,10 Euro.

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