Gewinneinbruch Fondsliebling Samsung erschreckt Anleger

Der Elektronikkonzern aus Südkorea, Schwergewicht in zahlreichen Asia-Fonds und Liebling vieler Fondsmanager, zeigt Zeichen von Schwäche. Der Gewinn hat sich im ersten Quartal halbiert. Die Handysparte soll jedoch das schwache Chipgeschäft ausgleichen.

Seoul - Wie Samsung am Freitag mitteilte, halbierte sich das operative Ergebnis im ersten Quartal von 4,0 Billionen Won im Vorjahr auf 2,1 Billionen Won (1,6 Milliarden Euro). Der Überschuss sank von 3,1 auf 1,5 Billionen Won.

Der Umsatz fiel im Jahresvergleich von 14,4 Billionen auf 13,8 Billionen Won. Samsung begründete den Rückgang mit dem starken Won und den schwachen Speicherchip-Preisen (DRAM). Die Aktie von Samsung Electronics  gab zeitweise um mehr als fünf Prozent nach.

Gegenüber dem Vorquartal verbesserte sich der operative Gewinn zwar um 600 Billionen Won. Dennoch verfehlte Samsung die Erwartung der Analysten, die mit 2,4 Billionen Won gerechnet hatten.

Handy-Sparte gleicht Chip-Verluste aus

Den Zuwachs im Vergleich zum Vorquartal führte der Konzern auf seine boomenden Handy-Sparte zurück. So sei der Absatz um 16 Prozent auf 24,5 Millionen Mobiltelefone gestiegen, wobei vor allem der Export nach Europa angezogen habe. Der Durchschnittspreis je Handy (ASP) sei im ersten Quartal gestiegen, hieß es. Damit setzte sich Samsung von seinem Wettbewerber Sony Ericsson ab, der am Freitag einen Rückgang seines ASP bekannt gab.

Nach einer "leichten" Verschlechterung im zweiten Quartal erwartet Samsung nach Angaben eines Sprechers eine Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte. Er rechne mit einer wachsenden Nachfrage nach LCD-Fernsehgeräten, sagte er.

Zuwächse verspricht sich Samsung 2005 zudem von seinem Telekomgeschäft. Das Absatzziel liege bei 100 Millionen Handys, was ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellen würde. Der Preiskampf auf dem Handy-Markt werde im Jahresverlauf zunehmen.