Ergo-Bilanz Früchte des Umbaus

Der Radikalumbau bei der Ergo Versicherungsgruppe hat sich für das Unternehmen ausgezahlt. Im vergangenen Jahr ist die Tochter der Münchener Rück in die Gewinnzone zurückgekehrt. Jetzt will Ergo weiter kräftig wachsen.

Düsseldorf - Die Ergo  Versicherungsgruppe will in diesem Jahr ihren Gewinn deutlich steigern. Nach der Rückkehr in die Gewinnzone mit einem Plus von 202 Millionen Euro im vergangenen Jahr soll das Ergebnis 2005 auf rund 300 Millionen Euro klettern, erklärte das zur Münchener Rück gehörende Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf. Den Aktionären werde auf der Hauptversammlung für 2004 eine unveränderte Dividende von 0,90 Euro je Aktie vorgeschlagen.

Bei den beiden Krankenversicherern des Konzerns, Victoria und DKV, sieht Ergo im laufenden Jahr ein Wachstum bei den Prämieneinnahmen von neun Prozent, wie es weiter hieß. Bei den Schaden- und Unfallversicherern rechne Ergo mit einer Zunahme um drei Prozent und bei der Rechtsschutzversicherung um vier Prozent. Die Lebensversicherer sollten "nach dem Boomjahr 2004" im Inland nur noch um ein bis zwei Prozent zulegen. Im laufenden Jahr wolle das Unternehmen zudem weiter sparen und die Kosten von nun an jährlich um 300 Millionen Euro reduzieren.

Zur Ergo Gruppe, die nach eigenen Angaben die Nummer zwei im deutschen Erstversicherungsmarkt ist, zählen neben Victoria und DKV die Versicherungen Hamburg-Mannheimer, D.A.S., KarstadtQuelle Versicherungen sowie Vorsorge Lebensversicherung. Großaktionär ist mit 92,7 Prozent die Münchener Rück . Der strategische Kooperationspartner HypoVereinsbank  hält einen Anteil von 5,0 Prozent.

Um aus der Verlustzone zu kommen, hatte sich die Versicherungsgruppe im vergangenen Jahr eine neue Führungsstruktur verpasst. Zudem baute Ergo im Rahmen eines Sparprogramms rund 1500 Arbeitsplätze ab.

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