Citigroup Kein Verfahren gegen Händler

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt will kein Ermittlungsverfahren gegen Händler der Citigroup einleiten. Die umstrittenen Anleihegeschäfte, die die Händler im vergangenen August getätigt hatten, seien nach Ansicht der Ermittler nicht als Kursmanipulation zu werten.

Frankfurt am Main -Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte gegen sechs Mitarbeiter der Citigroup  Anzeige erstattet. Die Beschuldigten sollen im August 2004 bei Anleihegeschäften in Milliardenhöhe die Kurse zu Gunsten der Bank beeinflusst haben. Wie die Frankfurter Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte sei in dem Verhalten der Wertpapierhändler aus rechtlicher Sicht keine Kursmanipulation zu erkennen.

Auf Grund neuer gesetzlicher Regelungen für den Anlegerschutz könnten ähnliche Transaktionen inzwischen strafbar sein, betonten die Ermittler. Zum Zeitpunkt der Ausführung sei dies aber nicht der Fall gewesen.

Das hessische Wirtschaftsministerium hatte den Fall vor kurzem an den Sanktionsausschuss der Terminbörse Eurex weitergereicht. Es seien ausreichende Anhaltspunkte gegeben, dass Händler der Bank das kaufmännische Vertrauen anderer Handelsteilnehmer verletzt haben, hieß es. Die Sanktionsausschüsse der Börsen sind zuständig für die Ahndung von Verstößen gegen börsenrechtliche Vorschriften.