Börse Differenzen um Handelszeiten

Ab September laufen die Handelszeiten zwischen Xetra und den anderen Parkett-Börsen auseinander. Auf dem Parkett geht der Handel früher los, dafür bestimmt Xetra dann mit dem späteren Handelsende die Schlußkurse.

Frankfurt - Auch nach der Verschiebung der Xetra-Handelszeiten ab dem 20. September 1999 um eine halbe Stunde auf dann 9.00 bis 17.30 Uhr wird auf dem Börsenparkett an den deutschen Wertpapierbörsen von 8.30 bis 17.00 Uhr gehandelt werden. Das teilte die Deutsche Börse AG, Frankfurt, am Mittwoch mit.

Die Börse hatte angestrebt, im Rahmen der geplanten europäischen Handelszeitharmonisierung die neuen Zeiten für den Xetra-Handel mit Aktien und Optionsscheinen auch für den Parketthandel einzuführen. Eine Einigung auf diese Handelszeiten habe mit den übrigen deutschen Börsen nicht erreicht werden können, hieß es.

Stattdessen wollten die Regionalbörsen den Beginn des Handels bei 8.30 Uhr belassen, den Handelstag aber bis 17.30 Uhr ausdehnen. Eine Ausweitung der Handelszeit sei aber wegen des zusätzlichen personellen und organisatorischen Aufwands bei Börsen und Marktteilnehmern nicht praktikabel, teilte die Deutsche Börse weiter mit.

Während Dax100-Werte ohnehin mehr auf Xetra gehandelt werden und die Computerkurse dementsprechend aussagekräftiger sind, kann die Zeitdifferenz bei Nemax-Papieren und Auslandsaktien zu Nachteilen führen. Denn bei solchen vergleichsweise umsatzarmen Werten sind die Kurse in Xetra häufig schlechter.

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