Henkel Marken top, Chemie flop

Mit den Markenprodukten bei Waschmitteln und Kosmetika verdienten die Düsseldorfer im ersten Halbjahr deutlich besser. Das Plus reichte jedoch nicht, um den Ergebnis-Rückgang durch die Chemie auszugleichen.

Düsseldorf - Henkel hat im ersten Halbjahr 1999 vor allem mit ihren Markenartikeln gute Geschäfte gemacht. In dieser Sparte, zu der Wasch- und Reinigungsmittel sowie Kosmetika und Körperpflegemittel gehören, sei das betriebliche Ergebnis um 8,5 Prozent geklettert, teilte Henkel am Dienstag in einem Zwischenbericht mit.

Im gesamten Konzern hingegen hatte sich das Ergebnis um 2,5 Prozent auf 408 Millionen Mark verschlechtert. In der Abnahme machte sich vor allem die rückläufige Entwicklung bei Chemieprodukten bemerkbar. Insgesamt lag der Umsatz mit 5,6 Milliarden Euro (10,9 Milliarden Euro) noch leicht um 1,4 Prozent über dem Vorjahreswert.

Nach dem "erfreulichen" Geschäftsverlauf im zweiten Quartal erwarte das Unternehmen bis Jahresende eine weiterhin günstige Entwicklung in allen Unternehmensbereichen. So peilt Henkel für das gesamte Geschäftsjahr einen Umsatz von 11,2 Milliarden Mark (Vorjahr: 10,9 Milliarden) an.

Auch das Ergebnis soll sich deutlich verbessern. 1998 hatte das Unternehmen vor Steuern 644 Millionen Euro erwirtschaftet.

Erfolgreich abgeschlossen sei inzwischen die Ausgliederung der Sparte Chemieprodukte in die rechtliche selbstständige Einheit Cognis GmbH (Düsseldorf). Im Ausland verlaufe er planmäßig, hieß es weiter. Sitz der Holding für die ausländischen Cognis-Gesellschaften soll voraussichtlich die niederländische Stadt Roermond werden.

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