Dienstag, 19. November 2019

DaimlerChrysler Dramatischer Gewinneinbruch bei Mercedes

Der Autokonzern DaimlerChrysler verfehlt mit seinem Quartals- und Jahresergebnis die Erwartungen der Märkte - obwohl der Jahresgewinn um 700 Millionen Euro gestiegen ist. Das ehemalige Sorgenkind Chrysler läuft der Edelmarke Mercedes allmählich den Rang ab.

Stuttgart - Der Automobilhersteller DaimlerChrysler Börsen-Chart zeigen hat 2004 den operativen Gewinn gesteigert, ist dabei aber deutlich hinter den Analystenerwartungen zurückgeblieben. In Reaktion auf die Zahlen gab die Aktie am Donnerstagmorgen zunächst rund 2,50 Prozent auf 35,24 Euro ab und war damit schwächster Wert im Dax Börsen-Chart zeigen.

Der Stern verblasst: Die Sparte Mercedes-Benz gerät gegenüber Chrysler allmählich ins Hintertreffen
Der Stuttgarter Konzern teilte am Donnerstag mit, zu der Ergebnisverbesserung auf 5,8 Milliarden Euro habe vor allem die bessere Geschäftslage bei der Nutzfahrzeugsparte und bei der US-Tochter Chrysler beigetragen. In der Mercedes-Gruppe brach der Operating Profit um 47 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro ein (Vorjahr 3,1 Milliarden Euro). Analysten hatten im Schnitt trotz des Ergebniseinbruchs bei der größten Sparte Mercedes-Benz mit einem operativen Gewinn von 6,4 Milliarden Euro gerechnet.

Dividende bleibt konstant

Der fünftgrößte Autoproduzent weltweit teilte weiter mit, im laufenden Geschäftsjahr solle der operative Gewinn leicht über dem Ergebnis von 2004 liegen. Mit deutlichen Ergebnisverbesserungen rechne der Konzern allerdings erst in den Jahren 2006 und 2007, wenn die Produktoffensive voll zum Tragen komme. Die ergebnisschwache Pkw-Sparte Mercedes-Benz soll durch ein Programm zur Effizienzsteigerung im Jahr 2007 wieder eine Umsatzrendite von sieben Prozent erzielen und ihr Ergebnis um mehr als drei Milliarden Euro verbessern.

Der Konzern will für das Geschäftjahr 2004 eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende zahlen. Der Vorstand schlage dem Aufsichtsrat die Ausschüttung von 1,50 Euro je Aktie vor, teilte das Unternehmen am Donnerstag weiter mit.

Erwartungen auch im vierten Quartal verfehlt

Auch im vierten Quartal verfehlte der Autobauer die Erwartungen des Marktes deutlich. Der Betriebsgewinn verringerte sich von Oktober bis Dezember vergangenen Jahres um 67 Prozent auf 785 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte der Konzern noch ein operatives Ergebnis von 2,396 Milliarden Euro ausgewiesen. Unter dem Strich sackte der Reingewinn auf 526 Millionen Euro von 1,4 Milliarden im Vorjahreszeitraum ab. Analysten hatten ein operatives Ergebnis von 1,43 Milliarden und einen Überschuss von 714 Millionen erwartet.

Dabei schrammte die Mercedes-Gruppe im vierten Quartal nur knapp an einem Verlust vorbei. Allein im vierten Quartal ging der Gewinn um 97 Prozent auf nur noch 20 Millionen Euro zurück. Begründet wurde dies mit der Dollarschwäche, den hohen Anlaufkosten für neue Produkte und die Kosten für die Qualitätsverbesserung bei Mercedes-Benz sowie dem deutlich negativen Ergebnisbeitrag von smart.

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