Mannesmann Zuwachs nicht honoriert

Telekom-Werte sind zur Zeit nicht begehrt. Da machen auch die Düsseldorfer keine Ausnahme: Trotz kräftigem Zuwachs im Mobilfunkgeschäft gibt die Aktie deutlich nach.

Düsseldorf - Mannesmann hat Geschäfts-Ergebnis und Umsatz in der Telekommunikation im ersten Halbjahr 1999 deutlich erhöht. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhöhte sich in diesem Bereich um gut 40 Prozent auf 643 Millionen Euro - allerdings allein auf Grund des Zuwachses im Mobilfunk.

Dagegen verbuchte die Festnetz-Tochter Mannesmann Arcor ein höheres Minus von 117 Millionen Euro. Grund hierfür sei die Einbeziehung von o.tel.o.

Mannesmann Eurokom profitierte hingegen vom Gewinn bei Omnitel und reduzierte den Verlust auf 23 Millionen Euro. Höher seien die Anlaufverluste bei der italienischen Festnetzgesellschaft Infostrada und der österreichischen tele.ring ausgefallen.

Beim Umsatz legten hingegen sowohl D2 (plus 34 Prozent auf 2,28 Milliarden Euro) als auch Arcor (plus 32 Prozent auf 541 Millionen Euro) im ersten Halbjahr zu.

Vom Arcor-Umsatz entfielen 46 Millionen Euro auf das o.tel.o-Festnetzgeschäft, das ab Juni bei Arcor konsolidiert wird. Insgesamt verbuchte der Bereich Telekommunikation im ersten Halbjahr ein Umsatz-Plus von 34 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro.

Über Mannesmann D2 telefonierten den Unternehmensangaben zufolge zur Jahresmitte 7,3 Millionen Teilnehmer. Dies entspreche einem Nettozugang von gut 220.000 Kunden pro Monat. Mannesmann Arcor vermittle - einschließlich o.tel.o - nun täglich rund 37 Millionen Gesprächsminuten.

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