Basf Deutlich weniger verdient

Nach Hoechst zeigen auch die Zahlen der Ludwigshafener einen deutlichen Gewinnrückgang. Für das Gesamtjahr soll wenigstens der Umsatz gehalten werden, beim Ergebnis drohen jedoch kräftige Abstriche.

Ludwigshafen - Beim Ludwigshafener Chemieriesen BASF ist der Gewinn im ersten Halbjahr kräftig geschrumpft. Vor Steuern fiel das Ergebnis im Konzern um 35 Prozent niedriger aus als im Vorjahreszeitraum. Der Konzern erwirtschaftete 932 Milliarden Euro.

Im zweiten Quartal halbierte sich der Vorsteuergewinn sogar auf 380 Mill. Euro. Der Umsatz des BASF-Konzerns lag im Zeitraum Januar bis Juni bei 14 Milliarden Euro. Das waren 4,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Chemiekonzern geht nach eigenen Angaben für das Gesamtjahr davon aus, einen Umsatz auf Vorjahreshöhe zu erzielen. Der Konzern rechnet mit einer leichten Belebung der Mengennachfrage und einem Anstieg der Verkaufspreise in verschiedenen Unternehmensbereichen.

Beim Gewinn wird es jedoch Abstriche geben. Die positiven Ergebniseinflüsse hieraus würden voraussichtlich nicht ausreichen, die Margeneinbußen aus dem ersten Halbjahr auszugleichen.

Neben den bereits im Halbjahresergebnis ausgewiesenen Sonderbelastungen könnten sich auf Grund weiterer Kartellverfahren, die von einzelnen Ländern angekündigt oder eingeleitet worden seien sowie auf Grund von Sammelklagen amerikanischer Vitaminkunden zusätzliche Belastungen ergeben.

Vergleichsverhandlungen hierüber seien noch im Gange. BASF sei zuversichtlich, diese Belastungen durch die fortdauernden Anstrengungen zur Optimierung des Portfolios weitgehend auffangen zu können.

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