Donnerstag, 22. August 2019

Apple Jobs erntet Riesenfrüchte

Wenige Tage zuvor bejubelte die Apple-Gemeinde die neuen Produkte. Jetzt feiern die Finanzmärkte die hervorragenden Zahlen zum ersten Quartal. Auch der Ausblick übertrifft die Erwartungen der Analysten. Die Aktie kletterte nachbörslich um rund 12 Prozent.

San Francisco - Der US-Computerkonzern Apple Börsen-Chart zeigen hat in seinem ersten Geschäftsquartal dank eines hohen Absatzes seines MP3-Players iPod und starker Nachfrage nach seinen PowerBook-Notebooks den Gewinn mehr als vervierfacht.

Der Kopf: Apple-Chef Steve Jobs überrascht die Märkte nicht nur mit stilvollen Rechnern
In den drei Monaten zum 25. Dezember sei ein Netto-Gewinn von 295 Millionen Dollar oder 70 Cent je Aktie erzielt worden, teilte der im kalifornischen Cupertino ansässige Konzern am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Im Vorjahreszeitraum hatte Apple einen Gewinn von 63 Millionen Dollar oder 17 Cent pro Anteilschein ausgewiesen. Apple-Aktien legten im nachbörslichen Handel rund 12 Prozent auf 73 Dollar zu.

Die Analystenerwartungen bei Gewinn und Umsatz konnte Apple deutlich übertreffen. "Ich glaube, dass der Schwung aus dem vergangenen Jahr anhalten wird", sagte Owen Fitzpatrick von Deutsche Bank Private Wealth Management. "Apple hat einen Namen in der Technologie, der zumindest in den kommen beiden Quartalen Rückenwind haben wird."

 Zeremonienmeister: Wenige Tage vor Bekanntgabe der Zahlen zum ersten Geschäftsquartal stellte Apple-Chef Steve Jobs der Mac-Gemeinde neue Produkte vor  iPod shuffle: 25 Gramm, Flash-Speicher, kein Display  Größenvergleich: Maße einer Kaugummipackung
 San Francisco: Steve Jobs enthüllt den neuen Mac mini, welcher ohne Maus und Tastatur ausgeliefert wird.  Mac mini: Rechner von der Größe eines CD-Stapels  Mac mini: Einstieg ins Billigsegment

Präsentation des Mac mini/iPod shuffle
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Der Umsatz stieg den Angaben zufolge im ersten Quartal um 74 Prozent auf 3,49 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit 3,14 Milliarden Dollar gerechnet. Im ersten Quartal seien 4,58 Millionen iPods ausgeliefert worden, nach zwei Millionen im Vorquartal. Diese hätten für einen Umsatz von 1,21 Milliarden Dollar gesorgt.

Für das zweite Quartal rechnet das Unternehmen mit Umsätzen von 2,9 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 40 Cent pro Aktie. Analysten waren von 2,76 Milliarden Dollar Umsatz und 33 Cent Gewinn pro Aktie ausgegangen.

Apple-Konzernchef Steve Jobs war über den höchsten Quartalsumsatz und -gewinn der Firmengeschichte hocherfreut. "Wir haben bisher insgesamt mehr als zehn Millionen "iPods" verkauft", betonte er. Das neue Jahr beginne mit einer Serie innovativer neuer Produkte wie dem "iPod Shuffle" und dem "Mac mini". Der "Mac mini" ist der erste Billig-PC von Apple für unter 500 Dollar. Der "iPod Shuffle" ist ein winziger und preisgünstiger Musikplayer, der neue iPod-Fans anlocken soll.

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