Märkte Dax fällt nach Jahreshoch wieder zurück

Nach guten Vorgaben der Wall Street steigt der Dax am Mittwoch zunächst auf ein Jahreshoch, fällt dann aber in die Verlustzone zurück. Papiere von Conti führen den Index an. Die Münchener Rück hat trotz der Naturkatastrophe in Asien ihre Jahresprognose bestätigt. Der Aktie hilft dies aber kaum.

Frankfurt - Der deutsche Leitindex Dax  hat am Mittwoch gleich zu Handelsbeginn bei 4272 Punkten seinen höchsten Stand seit Juli 2002 erreicht. Wenig später aber fiel der Index der 30 größten Werte mit 0,3 Prozent auf 4251 Punkte in die Verlustzone. Der MDax  gab rund 0,1 Prozent auf 5361 Zähler nach. Der TecDax  rutschte bis 10.08 Uhr um 0,30 Prozent auf 521 Zähler.

Die Grundstimmung sei nach positiven Vorgaben aus den USA leicht positiv, ohne das aber heute die Bäume in den Himmel wachsen würden, sagte ein Frankfurter Händler. Zugleich sei die Nachrichtenlage weiterhin sehr dünn, marktbewegende Impulse fehlten fast völlig. Etwas Bewegung in den Markt könnten am Mittwoch die Akteure aus Großbritannien bringen, die erstmals seit Weihnachten wieder aktiv seien.

Continental -Aktien sind am Mittwoch im frühen Handel mit plus 0,62 Prozent auf 47,24 Euro an die Spitze des Dax geklettert. Die außerordentliche Hauptversammlung des Hamburger Auto-Zulieferers Phoenix hat am Dienstagabend wie erwartet die Verschmelzung von Phoenix mit der Continental-Tochter ContiTech beschlossen. Händlern zufolge sei die Zustimmung keine Überraschung und ohne Einfluss auf den Titel.

Die Aktien des Rückversicherers Münchener Rück  stiegen zunächst leicht auf 90,79 Euro, fielen dann aber wieder auf das Vortagesniveau bei rund 90 Euro zurück. Der weltgrößte Rückversicherer hatte am Vorabend seine Jahresgewinnprognose von 1,8 bis 2,0 Milliarden Euro bestätigt. Das verheerende Seebeben in Südasien wird den Konzern mit weniger als 100 Millionen Euro belasten. Händlern zufolge wurden am Markt bis zu 200 Millionen Euro befürchtet.

Aktien von BMW  gewannen ebenfalls zunächst gering hinzu und notierten zuletzt bei 33,32 Euro. Der bayerische Autobauer ist einer Studie des Forschungsinstituts B&D Forecast zufolge der Gewinner auf dem 2004 stagnierenden deutschen Automarkt gewesen. Mit erwarteten 249.000 Verkäufen (+21.000) und 7,7 Prozent Marktanteil hätten die Münchner ihre Marktposition im Vergleich zum Vorjahr am stärksten ausgebaut.

Spekulationen um Dax-Verbleib von Tui

Die Aktien des Reiseveranstalters Tui  gaben etwa 0,20 Prozent auf 17,55 Euro ab. Neben der Sorge von Investoren über die finanziellen Auswirkungen durch das Seebeben in Südasien auf den Konzern könnte Händlern zufolge auch ein Bericht des "Handelsblatt" die Stimmung für die Aktien drücken. Die Zeitung lenkte den Blick erneut darauf, dass Tui im kommenden Jahr um den Verbleib im Leitindex Dax  fürchten muss.

Degussa  blieben ebenfalls unverändert bei 31,00 Euro. Der Spezialchemiekonzern will in den kommenden drei Jahren rund 2,3 Milliarden Euro in Sachanlagen investieren. Dies entspreche der Höhe der Abschreibungen. Auf das Jahr 2005 würden dabei Sachanlageinvestitionen von rund 850 Millionen Euro entfallen. Darin enthalten seien 150 Millionen Euro für die Errichtung der vierten Methionin-Anlage in Antwerpen. Im laufenden Jahr würden die getätigten Sachanlageinvestitionen voraussichtlich unter 750 Millionen Euro liegen.

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