Porsche Neuer Carrera sorgt für Absatzplus

Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche ist auch im laufenden Geschäftsjahr 2004/05 auf Erfolgskurs. Der Konzernumsatz erhöhte sich in den ersten vier Monaten um 4 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro. Allerdings muss Porsche künftig mehr Geld in die Hand nehmen, um sich gegen einen schwachen Dollar abzusichern.

Stuttgart - Von August bis November sei der Absatz um 7 Prozent auf 23.546 Fahrzeuge gesteigert worden. Porsche  erwarte für das laufende Jahr weiteres Wachstum, hieß es.

Der Sportwagenhersteller, der fast die Hälfte seines Umsatzes in Nordamerika macht, muss für künftige Währungssicherungsgeschäfte jedoch mehr Geld investieren. "Wir setzen unsere Absicherungsaktivitäten kontinuierlich fort, auch wenn wir derzeit nicht mehr die günstigen Sicherungskurse früherer Jahre erzielen können", sagte Porsche- Vorstandschef Wendelin Wiedeking am Mittwoch in Stuttgart. Porsche ist noch bis 2007/2008 gegen Kursverluste in Euro/Dollar voll abgesichert. Analysten fürchten trotz Dementis des Konzerns, dass in den Folgejahren der Gewinn des Unternehmens durch die Wechselkurse belastet werden könnte.

Wichtigstes Modell: Produktion des Cayenne im Leipziger Porschewerk. Der Geländewagen war in den vergangenen vier Monaten Porsches wichtigster Absatzbringer

Wichtigstes Modell: Produktion des Cayenne im Leipziger Porschewerk. Der Geländewagen war in den vergangenen vier Monaten Porsches wichtigster Absatzbringer

Foto: DPA
High-Tech-Sportler: Montage des Supersportwagens Carrera GT in Leipzig. Porsche hat in den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres Um- und Absatz erneut gesteigert

High-Tech-Sportler: Montage des Supersportwagens Carrera GT in Leipzig. Porsche hat in den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres Um- und Absatz erneut gesteigert

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Hoffnungsträger: Im Porsche-Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen läuft der neue 911 Carrera vom Band. Der Absatz des Vorgängermodells schwächelte zuletzt

Hoffnungsträger: Im Porsche-Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen läuft der neue 911 Carrera vom Band. Der Absatz des Vorgängermodells schwächelte zuletzt

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Porsche bleibt auf Erfolgskurs
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Wie Porsche am Mittwoch bekannt gab, legte der "erweiterte Cash-Flow" um 19,9 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zu. Diese Kennzahl erfasst auch die Veränderung sämtlicher Rückstellungen. Der Jahresüberschuss belief sich auf 612 (Vorjahr: 565) Millionen Euro. Wie Porsche weiter mitteilte, erhöhte sich die Nettoliquidität um 33,6 Prozent auf 1,82 Milliarden Euro.

Beim Absatz sei in den ersten vier Monaten die 911er-Baureihe mit einem Plus von 18,6 Prozent auf 8452 Einheiten sehr erfolgreich gewesen. Dazu hätten die Carrera-Modelle der neuen Generation maßgeblich beigetragen.

Ein kräftiges Absatzplus von 15,2 Prozent auf 13.011 Einheiten habe auch die Cayenne-Baureihe erzielt. Die Boxster-Baureihe habe hingegen im Vorfeld des am 27. November gestarteten Generationswechsels einen Rückgang von 46,7 Prozent auf 1916 Einheiten verbucht. Die Produktion sei insgesamt in den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 2,5 Prozent auf 26.823 Einheiten gestiegen.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2004/05 sei das Unternehmen zuversichtlich. Der neue 911er sowie die neue Boxster-Generation, die nunmehr in die Märkte eingeführt werde, "werden dem Sportwagengeschäft von Porsche zusätzlichen Schub verleihen", erklärte das Unternehmen. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte der Autobauer einen Rekordgewinn eingefahren. Der Umsatz im Konzern legte um 13,9 Prozent auf 6,36 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 16,6 Prozent auf 1,088 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss (Ergebnis nach Steuern) erhöhte sich im Konzern um 8,3 Prozent auf 612 Millionen Euro.

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