WCM Käufer für Wohnungen gefunden

Das Geschäft mit Wohnimmobilien hat das Ergebnis der Frankfurter Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft WCM bisher stark belastet. Bei der Suche nach einem Käufer für den Wohnungsbestand ist WCM jetzt offenbar fündig geworden.

Frankfurt - Die Frankfurter Immobilien-und Beteiligungsgesellschaft WCM  hat einem Zeitungsbericht zufolge einen Käufer für ihre letzten 31.000 Wohnungen gefunden.

Das Geschäft solle noch in diesem Jahr abgewickelt werden, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise. Aufsichtsratschef Dieter Vogel wolle den Käufer auf der Sitzung des Kontrollgremiums am Donnerstag präsentieren.

Mit der Transaktion will der WCM-Konzern seine Schulden reduzieren. Als weiterer Sanierungsschritt ist eine Verschmelzung mit der in der Abfüll- und Verpackungstechnik tätigen Duisburger Tochter Klöckner-Werke vorgesehen, an der WCM derzeit 78 Prozent hält. Darüber sollte nach früheren Firmenangaben ebenfalls im Dezember entschieden werden. Der Konzern will mit diesem Schritt die Kosten sowohl für eine doppelte Holdingverwaltung als auch für die Börsennotierung einer Gesellschaft sparen.

Dem Bericht zufolge soll die Verschmelzung vollzogen werden, indem die Klöckner-Werke die Konzernmutter WCM übernehmen. Bislang sei - umgekehrt - eine Übernahme der Tochter durch WCM favorisiert werden, um Grunderwerbssteuer zu sparen. Diese müsse aber nicht bezahlt werden, wenn die Immobilien wie nun geplant vor der Verschmelzung verkauft würden, berichtete das Blatt.