Microsoft Rekordgewinn, doch Ausblick enttäuscht

Der weltgrößte Softwareanbieter hat dank einer starken Nachfrage für Windows-XP-Betriebssysteme sowie Server- und Office-Software einen Rekordgewinn erzielt. Den Umsatz steigerte Microsoft um zwölf Prozent. Allerdings bleibt der Ausblick verhalten.

New York - Microsoft  nannte am Donnerstag nach Börsenschluss für das am 30. September beendete Vierteljahr einen Nettogewinn von 2,9 Milliarden Dollar oder 27 Cent pro Aktie, verglichen mit 2,6 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte um zwölf Prozent auf 9,19 Milliarden Dollar.

Die Aktie des Software-Giganten fielen trotz der soliden Zahlen nachbörslich von 28,56 Dollar auf 28,00 Dollar. Analysten begründeten dies mit Verwirrung darum, ob die Aktienvergütungen für Mitarbeiter in das Ergebnis je Aktie eingerechnet waren oder nicht und wie sich dies zu den Erwartungen verhielt.

Der Nettogewinn von 27 Cent je Aktie schließt die Aktienvergütungen ein. Ohne sie betrug der Gewinn je Aktie einigen Analysten zufolge 32 Cent und lag damit über den 30 Cent, die von Reuters befragte Analysten im Schnitt erwartet hatten. Der Kurs habe etwas nachgegeben, weil Händler nicht berücksichtigt hätten, dass man fünf Cent für die Aktienvergütung auf das Ergebnis aufschlagen müsse, sagte Brendan Barnicle, Analyst von Pacific Crest Securities.

Verhaltener Ausblick für das zweite Quartal

Microsoft hatte anders als in der Branche üblich im vergangenen Jahr damit begonnen, seinen Mitarbeitern Aktien statt Optionen zu geben und dies damit begründet, dass so die Ausgaben besser reflektiert würden.

Für das zweite Quartal rechnet Microsoft mit einem Umsatz von 10,3 bis 10,5 Milliarden Dollar und mit einem Gewinn je Aktie von 28 Cent - inklusive Aktienvergütungen. Analysten erwarteten für das zweite Geschäftsquartal im Durchschnitt einen Umsatz von 10,63 Milliarden Dollar.

Microsoft-Chef John Connors sagte, er erwarte, dass die Computerlieferungen im Geschäftsjahr bis Juni um acht bis zehn Prozent zunehmen werden. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem Umsatz von 38,9 bis 39,2 Milliarden Dollar und mit einem Gewinn je Aktie von 1,07 bis 1,09 Dollar inklusive Aktienvergütungen.

"Sowohl beim Gewinn je Aktie als auch beim Umsatz sieht es für das Gesamtjahr gut aus", sagte Barnicle.

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