Prognoseflop GM verfehlt Erwartungen

Der weltgrößte Autobauer hat im abgelaufenen Quartal einen überraschend niedrigen Gewinn erzielt. Die erst im Frühjahr angehobene Ertragsprognose für das Gesamtjahr musste der Opel-Mutterkonzern wieder zurückschrauben.

Detroit - Wie der US-Automobilhersteller General Motors  am Donnerstag mitteilte, erhöhte sich der Gewinn von Juli bis August zwar leicht auf 440 Millionen Dollar von 425 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Allerdings lag das Ergebnis je Aktie mit 78 Cent deutlich unter den von Analysten erwarteten 95 Cent.

Den Umsatz steigerte der Marktführer um drei Prozent auf 44,9 Milliarden Dollar. Hier hatten die Analysten lediglich knapp 36 Milliarden Dollar erwartet. Für das Gesamtjahr prognostizierte General Motors ein Ergebnis je Aktie zwischen 6,00 bis 6,50 Dollar. Zur Jahresmitte hatte der Konzern noch einen Anstieg auf sieben Dollar erwartet.

"Die GM-Zahlen sind enttäuschend ", sagte ein Aktienhändler. Als Grund für die schwächer als erwartet ausgefallene Gewinnentwicklung bei GM führten Experten die weltweit schwache Nachfrage sowie höhere Kosten für Rohstoffe und Energie an, die die Autohersteller insgesamt belasten. In den USA drückten zudem die verheerenden Stürme in Florida auf die Nachfrage.

GM hatte zuvor den Abbau von 12.000 Stellen in Europa binnen zwei Jahren angekündigt, wodurch die jährlichen Kosten um eine halbe Milliarden Euro sinken sollen. Der Großteil des Personalabbaus entfällt auf die Opel-Standorte in Rüsselsheim und Bochum. Die Verluste im europäischen Autogeschäft glich der Konzern im dritten Quartal ein weiteres Mal durch Gewinne seiner Finanzsparte aus.

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