Nokia Der Gewinn fällt zurück

Der weltgrößte Handy-Hersteller hat im dritten Quartal einen Gewinnrückgang bei steigenden Umsätzen verbucht. Im Schlussquartal will Nokia zumindest beim Umsatz die Prognosen der Analysten übertreffen.

Helsinki - Nokia  hat im dritten Quartal einen Gewinnrückgang verbucht. Der verwässerte Gewinn je Aktie sei gegenüber dem Vorjahr von 0,17 auf 0,14 Euro gefallen, teilte der Konzern am Donnerstag in Helsinki mit. Der Umsatz erhöhte sich auf 6,939 (Vorjahr: 6,874) Milliarden Euro. In der umsatzstarken Handysparte brach der Umsatz auf 4,429 (5,118) Milliarden Euro ein.

Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Gewinn je Aktie von 0,13 Euro gerechnet. Nokia hatte Anfang September seine Gewinnerwartung für das laufende Quartal auf 0,11 bis 0,13 Euro je Aktie abgehoben. Beim Umsatz hatte das Unternehmen 6,8 und 6,9 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Die Aktie von Nokia  hat nach der Bekanntgabe von Geschäftszahlen an der Börse einen Schlingerkurs eingeschlagen. Sie sackte mehrmals um einige Prozent ins Minus ab, um anschließend wieder in der Gewinnzone aufzutauchen. Um 12.18 Uhr lag sie mit 0,18 Prozent auf 11,43 Euro im Plus.

Nokia-Chef zeigt sich vorsichtig optimistisch

Nokia erwartet für das Schlussquartal ein Ergebnis je Aktie (EPS) von 0,16 bis 0,18 Euro und liegt damit im Rahmen der Markterwartungen. Analysten hatten im Vorfeld für das vierte Quartal ein Ergebnis je Aktie von 0,16 Euro prognostiziert. Zudem stellte der Handyhersteller einen Nettoumsatz von 8,4 Milliarden bis 8,6 Milliarden Euro für das vierte Quartal in Aussicht und liegt damit über den Schätzungen der Analysten. Sie hatten bisher mit einem Umsatz von 8,1 Milliarden Euro für das Schlussquartal gerechnet.

Im vierten Quartal des vergangenen Jahres wies der Konzern einen EPS-Gewinn von 0,25 Euro und einen Umsatz von 8,8 Milliarden Euro aus.

Vorstandschef Jorma Ollila äußerte sich optimistisch über den Handy-Absatz im laufenden Jahr. Branchenweit rechnet er mit dem Verkauf von 630 Millionen Mobiltelefonen - 30 Millionen mehr als zuletzt angekündigt. Für das volumenstarke Schlussquartal prognostiziert der Konzern den Absatz von 158 Millionen Handys. Der Markt für Telekomnetzwerke entwickle sich zudem besser als erwartet, hieß es. Nokia rechnet nun für die Branche mit einem leichten bis moderaten Umsatzwachstum.

Marktanteil leicht verbessert

Im dritten Quartal lieferte Nokia 51,4 Millionen Handys aus. Der Marktanteil habe sich gegenüber dem Vorquartal um 2 Prozentpunkte auf 33 Prozent verbessert, hieß es. Nokia habe seinen Marktanteil in Westeuropa deutlich verbessern und seine führende Position in China behaupten können. Allerdings sei der Marktanteil in den USA trotz hoher Absätze gesunken. Im abgelaufenen Quartal brachte das Unternehmen sechs neue Geräte in die Läden.