Intel Gewinn steigt stärker als erwartet

Zweimal hat der weltgrößte Chipkonzern die Märkte vor einem schwachen Geschäft im dritten Quartal gewarnt. Die Prognosen wurden daraufhin drastisch zurechtgestutzt. Der Gewinn ist stärker gestiegen als erwartet. Die Börse reagiert erleichtert.

Santa Clara - Der Chiphersteller Intel  hat im dritten Quartal wegen Rekordverkäufen bei Mikroprozessoren für Server und Laptops deutlich mehr verdient als von Analysten erwartet. Auch der Umsatz legte etwas stärker zu als von Analysten geschätzt.

Der Gewinn je Aktie sei von 0,25 Dollar im Vorjahr auf 0,30 Dollar geklettert, teilte das im Dow Jones  notierte Unternehmen am Dienstag nachbörslich in Santa Clara mit. Darin ist allerdings ein steuerlicher Sondererlös von 3,6 Cent je Aktie enthalten. Die von First Call/Thomson Financial befragten Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Gewinn je Aktie von 0,27 US-Dollar gerechnet.

Die Aktie  legte nachbörslich bis 22.25 Uhr 3,5 Prozent auf 21 Dollar zu, nachdem sie im regulären Handel um 1,6 Prozent auf 20,28 Dollar gefallen war.

Wermutstropfen beim Umsatz

Der Umsatz stieg im dritten Quartal von 7,83 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 8,47 Milliarden Dollar. Experten hatten mit einem Umsatzanstieg in dieser Größenordnung gerechnet. Intel selbst hatte einen Umsatz zwischen 8,3 und 8,6 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

"Das Wachstum fiel nicht so stark wie erwartet aus, das einige Großkunden wegen der schwachen PC-Nachfrage ihre Lagerbestände abgebaut haben", sagte Intel-Chef Craig Barrett. Die Nachfrage von Seiten der Unternehmen bezeichnete er als "solide", während die Einzelhandelsnachfrage "enttäuschend" war.

Im vierten Quartal erwartet Intel einen Umsatz zwischen 8,6 und 9,2 Milliarden Dollar. Die Bruttomarge habe mit 55,7 Prozent im dritten Quartal die Erwartung von 58 Prozent verfehlt. Im laufenden Quartal soll die Bruttomarge rund 56 Prozent betragen.

Intel hatte seine Erwartung für das dritte Quartal bereits zwei Mal gesenkt und dabei jeweils für einen Absturz der Aktie gesorgt. Die Nachfrage nach Computer- und Speicherchips für Telekom-Produkte sei schwächer als erwartet, teilte die Gesellschaft Anfang September mit.

Neben dem besser als erwartet ausgefallenem Gewinn führten Händler und Analysten die Kursgewinne auf den verhalten optimistischen Ausblick auf das vierte Quartal zurück.

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