Philips "Eines der besseren Jahre"

Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat seinen Gewinn im dritten Quartal gesteigert. Auch für das vierte Quartal ist der Konzern vorsichtig optimistisch. Doch im Geschäft mit Flachbildschirmen und DVDs steht Philips unter Druck.

Amsterdam - Das Umsatzwachstum werde wie erwartet bei 7 bis 8 Prozent liegen sagte Vorstandschef Gerard Kleisterklee. Das US-Consumer-Geschäft werde im vierten Quartal schwarze Zahlen schreiben. Das Gesamtjahr 2004 werde "eines der besseren Jahre" für Philips .

In den Geschäftsbereichen Flachbildschirme und DVD sei damit zu rechnen, dass die Margen weiter unter Druck blieben. In der Halbleitersparte würden die Umsätze in US-Dollar im vierten Quartal zurückgehen, sich im Gesamtjahr aber im Einklang mit dem Markt oder sogar besser entwickeln.

Der Konzernüberschuss im dritten Quartal legte von 124 Millionen Euro auf 1,17 Milliarden Euro zu. Analysten hatten 1,05 Milliarden bis 1,25 Milliarden Euro vorausgesagt. Allerdings wurde der Überschuss durch Einmaleffekte wie die Börsengänge der Töchter NAvteq und LG.Philips LCD, die zusammen mehr als 700 Millionen Euro einbrachten, geschönt. Der Gewinn je Aktie stieg damit von 0,10 auf 0,92 Euro, wie das Unternehmen mitteilte.

Operatives Geschäft wieder mit schwarzen Zahlen

Auf operativer Ebene erreichte Philips nach einem Verlust von 126 Millionen Euro im Vorjahr nun einen Gewinn von 1,019 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 7,229 Milliarden Euro. Analysten hatte eine Spanne von 7,152 auf 7,510 Milliarden Euro berechnet.

Philips gab weitere Sonderbelastungen von 270 Millionen Euro im laufenden Quartal bekannt. Bis Ende 2005 wollen die Niederländer durch das so genannte "Business Renewal Program" 400 Millionen Euro eingespart werden. Das Unternehmen sei dabei seinen Planzielen voraus, sagte Kleisterklee.