Samsung Erwartungen enttäuscht

Flachbildschirme werden immer preiswerter. Der südkoreanische Elektronikhersteller Samsung hat deshalb nach Angaben aus Unternehmenskreisen offenbar im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Und für die kommenden Monate seien die Aussichten noch schlechter.

Seoul - Der weltgrößte Hersteller von Speicherchips und LCD-Bildschirmen Samsung  hat im dritten Quartal rund 25 Prozent weniger Gewinn gemacht als im Vorquartal. Nach Angaben aus Unternehmenskreisen erwirtschaftete Samsung von Juli bis September einen operativen Gewinn von 2,7 bis 2,8 Billionen Won (knapp zwei Milliarden Euro). Im Vorquartal hatte er bei rund 3,7 Billionen Won gelegen.

Die Zahlen seien allerdings vorläufig, hieß es, sie könnten sich vor der für den 15. Oktober geplanten Ergebnisveröffentlichung noch ändern. Vom Unternehmen war zunächst niemand für eine offizielle Stellungnahme erreichbar.

Analysten hatten bislang mit einem Quartalsgewinn von 3,08 Billionen Won gerechnet. Schon im zweiten Quartal war der Gewinn um 0,3 Prozent leicht zurückgegangen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum allerdings um fast 180 Prozent gestiegen.

Aufgrund sinkender Preise habe die LCD-Sparte des Konzerns schlechter abgeschnitten als erwartet, hieß es zur Begründung. Das Angebot an LCD-Bildschirmen wächst derzeit schneller als die Nachfrage, immer mehr Anbieter haben die flachen Displays im Programm. Ein Ende des Preisdrucks ist daher auch nicht in Sicht. "Für das vierte Quartal sind die Aussichten noch schlechter", hieß es aus Unternehmenskreisen.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.