Lufthansa Zweifel an der eigenen Prognose

Rund 300 Millionen Euro Gewinn will die Lufthansa dieses Jahr erwirtschaften. Jetzt kommen der Fluggesellschaft Zweifel, ob sie ihr Ziel tatsächlich erreichen kann. Grund für die Skepsis ist vor allem der hohe Ölpreis.

Hamburg - Lufthansa-Finanzvorstand Karl-Ludwig Kley hat einem Pressebericht zufolge Zweifel, dass die Fluggesellschaft ihren angepeilten Gewinn von 300 Millionen Euro im laufenden Jahr erreichen kann. "Wir halten an unserer Prognose fest, aber sie wird schwer zu erreichen sein", sagte Kley der "Financial Times Deutschland".

Kley begründete seine Aussage mit den anhaltend hohen Treibstoffkosten. Die Lufthansa erwarte nicht, dass der Ölpreis in 12 bis 24 Monaten unter 25 US-Dollar sinke. Der Manager verwies aber darauf, dass die Lufthansa  im Vergleich zu vielen Wettbewerbern eine sehr erfolgreiche Absicherungspolitik betrieben habe. Allein im laufenden Jahr habe das Unternehmen einen Hedging-Gewinn aus Termingeschäften von mehr als 150 Millionen Euro erwirtschaftet.

Erst am Donnerstag hatte die Lufthansa angekündigt, den Treibstoffzuschlag, den die Passagiere bezahlen müssen, erneut anzuheben. Bei Langstreckenflügen ist künftig ein Zuschlag von 17 Euro pro Streckenabschnitt fällig, das sind 10 Euro mehr als bisher, wie das Unternehmen mitteilte. Bei innereuropäischen Strecken sind sieben statt zwei Euro zu zahlen. Die Zuschläge gelten für Flugtickets, die vom 15. Oktober an verkauft werden.

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