Alcoa Schwacher Start in die Berichtssaison

Die Bilanzsaison für das dritte Quartal beginnt mit einer Enttäuschung. Belastet von Kosten aus Werksschließungen, Streiks und Hurrikan-Schäden hat der weltgrößte Aluminiumkonzern einen Gewinnrückgang verzeichnet.

New York - Die von dem weltgrößten Aluminiumkonzern Alcoa  veröffentlichten Quartalszahlen sind leicht unter den Erwartungen der Analysten ausgefallen. Der Netto-Gewinn je Aktie (EPS) reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr von 33 auf 32 US-Cent. Die von Thomson Financial/First Call befragten Branchenexperten hatten im Schnitt ein EPS von 34 Cent erwartet.

Der Überschuss stieg leicht auf 283 (280) Millionen Dollar. Der Umsatz kletterte um 12,5 Prozent auf 5,975 Milliarden Dollar. Die Aktie gab nachbörslich um 0,59 Prozent auf 33,88 Dollar nach. Aus dem regulären Handel war sie bei 34,08 Dollar gegangen.

Wie das Unternehmen am Donnerstagabend nach Börsenschluss mitteilte, wurde das dritte Quartal durch mehrere Sonderfaktoren negativ beeinflusst. Dazu hätten ein Streik, mehrere Werksschließungen, ein Feuer in einer Produktionsstätte sowie Schäden durch den Hurrikan "Ivan" geführt.

Auch Restrukturierungskosten hätten sich ausgewirkt, sagte Alcoa-Chef Alain Belda. "Unsere Anstrengungen, den höheren Arbeits- und Gesundheitsvorsorge-Kosten in Nordamerika zu begegnen, haben die Profitabilität belastet."

Schwach hätten sich im Quartal die Branchen Automobile und Verpackungen entwickelt. Auch höhere Energiepreise in Nordamerika und Europa seien zu Buche geschlagen. Belda zeigte sich optimistisch, dass das angepeilte Sparvolumen von 1,2 Milliarden Dollar innerhalb von drei Jahren umgesetzt werde.

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