Douglas Das Auslandsgeschäft boomt

Der Einzelhandelskonzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr dank guter Geschäfte im Ausland seinen Umsatz steigern können. Auf dem Heimatmarkt überzeugte das Buchgeschäft mit den Thalia-Buchhandlungen.

Düsseldorf - Dank seiner Expansion im Ausland und Zukäufen im Buchbereich hat der Handelskonzern Douglas  im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 (zum 30. September) seinen Umsatz um 1,9 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro gesteigert. Bereinigt um Flächenzuwächse stagnierte der Umsatz indes. An seiner bisherigen Ergebnisprognose hält Douglas fest.

Im Inland trotzte Douglas mit einem geringen Plus dem negativen Trend im Einzelhandel, der für 2004 ein Minus von einem Prozent erwartet. Bereinigt um verkaufte Firmenteile habe das Umsatzwachstum des Konzerns bei 2,8 Prozent gelegen und damit leicht über den angepeilten zwei Prozent, teilte Douglas am Donnerstag mit.

Wie schon in den Jahren zuvor stützt sich das Wachstum auf die Expansion im Ausland, wo die Umsätze um 8,2 Prozent auf 692 Millionen Euro zulegten. Im Inland stieg der Umsatz um vergleichsweise geringe 0,6 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Angesichts dieser Entwicklung erhöhte sich der Auslandsanteil am Gesamtumsatz auf 30,2 von zuvor 28,5 Prozent.

Das Wachstum von 1,9 Prozent in dem umgestellten und nun erstmals ausgewiesenen Geschäftsjahr ergab sich bereinigt um die im vergangenen Jahr aus der Bilanz entfallenen Geschäfte von Sport Voswinkel. Flächenbereinigt blieb der Konzernumsatz konstant.

Ergebnis fällt im Rahmen der Erwartungen aus

Ergebniszahlen will das im MDax  gelistete Unternehmen bei seiner Bilanzpressekonferenz am 19. Januar präsentieren. Douglas erklärte aber, an der bisherigen Ergebnisprognose festzuhalten, die ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zwischen 104 und 108 Millionen Euro vorsieht. Einen Ausblick auf das begonnene Geschäftsjahr 2004/05 gab Douglas nicht. Eine Sprecherin sagte, dafür sei es noch zu früh.

Der größte Geschäftsbereich, die Douglas-Parfümeriekette, legte beim Umsatz um 2,5 Prozent zu auf 1,308 Milliarden Euro, flächenbereinigt verbuchten die Parfümerien allerdings ein Minus von 0,6 Prozent. Im Schmuckgeschäft mit der wichtigsten Marke Christ konnte der seit mehreren Quartalen verzeichnete Umsatzrückgang nicht gestoppt werden. Die Erlöse sanken dort um 1,4 Prozent auf 388 Millionen Euro, flächenbereinigt sogar um 1,7 Prozent.

Positiv verlief dagegen das Buchgeschäft mit den Thalia-Buchhandlungen. Der Konzern steigerte dort den Umsatz um 10,7 Prozent auf 386 Millionen Euro, wobei auch unter Berücksichtigung der Zukäufe noch ein Umsatzplus von 4,9 Prozent übrig blieb. Das Modegeschäft (Pohland, Appelrath-Cüpper) litt weiter unter der Kaufzurückhaltung im Inland und schrumpfte um 1,6 Prozent auf 127 Millionen Euro, flächenbereinigt um 2,7 Prozent.

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