Altana Schweickart legt die Messlatte hoch

Der Pharma- und Chemiekonzern hält an seinen Ergebniszielen fest. Vorstandschef Nikolaus Schweickart erwartet einen Jahresüberschuss am oberen Ende der bisherigen Prognosen.

Bad Homburg - Altana rechnet für 2004 mit einem Gewinnzuwachs von fünf bis sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Aus heutiger Sicht werden wir eher an der Sieben als an der Fünf liegen", sagte Vorstandschef Nikolaus Schweickart der "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe).

Der Vorsteuergewinn dürfte nach seinen Angaben 600 Millionen Euro erreichen, trotz der Dollar-Schwäche und trotz hoher Investitionen in Forschung und Entwicklung. Der Umsatz werde um acht bis neun Prozent steigen.

Schweickart konkretisierte zudem den Zeitplan für die Einführung des Atemwegsmedikaments Daxas in den USA. "Eher Mitte des kommenden Jahres als während des ersten Quartals. Letztlich wird aber unser Kooperationspartner Pfizer entscheiden", sagte er. Bisher war von der ersten Hälfte 2005 die Rede gewesen.

Der Markt reagierte auf die Ankündigung erleichtert. Zwar gab die Aktie im Mittagshandel leicht ab, hielt sich mit einem Abschlag von minus 0,2 Prozent auf 47,12 Euro jedoch noch an der Dax-Spitze. Die übrigen 29 Dax-Titel haben zum Teil deutlich mehr verloren. Der Index notierte auf 3869 Zählern, ein Minus von 1,1 Prozent.

"Die nach oben eingeengte Prognose-Spanne für den Überschuss unterstützt die Altana-Aktie", sagte ein Händler der Commerzbank. Der Wert habe zudem in den vergangenen Wochen zu den Verlierern gehört, weshalb sich nun Investoren wieder verstärkt mit dem Papier eindecken würden. Ein weiterer Händler sagte, dass die Aussagen zum Ergebnis insgesamt dennoch "keine große Überraschung" beinhalten würden.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.