Japan Währungsreserven auf Rekordniveau

Nach Jahren der Stagnation kommt die japanische Wirtschaft in Fahrt. Die Frühindikatoren deuten den elften Monat in Folge auf Wachstum hin. Dank des starken Exports sind die Rücklagen auf knapp 828 Milliarden Dollar gestiegen.

Tokio - Japans Währungsreserven sind im August auf einen neuen Rekordstand gestiegen. Wie das Finanzministerium in Tokio am Dienstag mitteilte, erhöhten sich die Reserven im Vergleich zum Vormonat um 8,75 Milliarden Dollar auf 827,95 Milliarden Dollar.

Hintergrund des jüngsten Zuwachses seien unter anderem Wertzuwächse bei ausländischen Anleihen, insbesondere bei US-Schatztiteln. Japan verfügt damit nunmehr im 57. Monat in Folge über die weltweit höchsten Bestände an konvertiblen fremden Währungen, Gold und Sonderziehungsrechten des Internationalen Währungsfonds.

Positive Nachrichten gab es zudem von der Konjunktur: Die Frühindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung deuten den elften Monat in Folge auf Wachstum hin. Der Sammelindex der Frühindikatoren habe im Juli wie schon im Vormonat 66,7 Punkte betragen, teilte die Regierung nach vorläufigen Berechnungen mit. Der zunächst ermittelte Juni-Wert von 63,6 Punkten wurde nach oben revidiert.

Der Index blieb damit im Juli den elften Monat in Folge über der Marke von 50 Punkten, die eine Expansion der wirtschaftlichen Aktivität in den kommenden drei bis sechs Monaten signalisiert. Ein Wert unter dieser Marke deutet auf einen Rückgang hin.

Der Sammelindex der gleichlaufenden Indikatoren, der den aktuellen Stand der Konjunktur widerspiegelt, lag bei 77,8 Punkten. Zur Berechnung wurden neun der elf Unterindikatoren herangezogen. Im Juni hatte dieser Index 90,0 Zähler erreicht, wobei alle elf Indikatoren in die Berechnung einbezogen worden waren. Der Sammelindex der nachlaufenden Indikatoren fiel auf 50,0 Punkte von revidiert 71,4 (ursprünglich 66,7) Punkten im Vormonat.

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