Hewlett-Packard Börse straft HP ab

Beim Computerhersteller Hewlett-Packard werden Köpfe rollen. Das hat Vorstandschefin Carly Fiorina angedeutet. Der Konzern verfehlt die Erwartungen im dritten Quartal. Vor allem das Servergeschäft enttäuschte. Der Markt interpretiert den Ausblick als Gewinnwarnung. Die Aktie verliert zweistellig.

New York - Die Aktie des Drucker- und Computerherstellers Hewlett-Packard  (HP) hat am Donnerstag in New York im frühen Handel rund 15 Prozent auf 16,56 Dollar verloren. Der US-Computerhersteller rechnet nach einem schwachen dritten Quartal im letzten Jahresabschnitt des Geschäftsjahr mit einem geringeren Gewinn als Analysten.

Wie der Konzern am Donnerstag vor Börseneröffnung in Palo Alto mitteilte, sei im vierten Quartal mit einem Gewinn je Aktie (EPS) zwischen 35 und 39 Cent zu rechnen. Von First Call befragte Experten gingen bisher von 43 Cent aus.

Der Umsatz soll der aktuellen Unternehmensprognose zufolge zwischen 21 und 21,5 Milliarden Dollar liegen und damit im Rahmen der Analystenerwartung.

Drittes Quartal enttäuscht die Analysten

Im dritten Quartal hatte HP zwar zugelegt, wegen Einbußen im Servergeschäft allerdings weniger als von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg von 17,3 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum auf 18,9 Milliarden Dollar. Analysten waren von 19,1 Milliarden Dollar ausgegangen.

Der Überschuss erhöhte sich auf 586 Millionen Dollar oder 0,19 Dollar je Aktie nach 297 Millionen Dollar oder 0,10 Dollar je Aktie im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg von 0,23 auf 0,24 Dollar. Hier hatten die Experten 0,31 Dollar erwartet.

"Obgleich wir zufrieden sind mit der Entwicklung in den Sparten PCs, Bild- und Drucksysteme, Software und Dienstleistungen, wurden diese soliden Ergebnisse von einem inakzeptablen Abschneiden im Server- und Speichergeschäft überschattet", sagte Vorstandschefin Carly Fiorina. Die Umsätze in diesem Bereich sanken um fünf Prozent. HP kündigte an, "unverzüglich" Veränderungen im Management vorzunehmen.

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