Nokia Abschied aus London und Paris

Der weltgrößte Handyhersteller verschärft den Sparkurs. Nach dem Rückzug von der prestigeträchtigen London Stock Exchange zieht sich Nokia auch von der Pariser Börse zurück. Frankfurt bleibt dagegen im Rennen.

Helsinki - Wie Nokia  am Mittwoch mitteilte, habe die Börse in Paris zuletzt weniger als ein Prozent des weltweiten Handels mit Nokia-Aktien ausgemacht. Im November 2003 hatte sich Nokia von der Londoner Börse abgemeldet.

Das Unternehmen bleibt an den Börsen in Helsinki, Frankfurt und Stockholm sowie New York. Der größte Teil der Aktien wird dabei mit einem Anteil von 60 Prozent in Helsinki und mit 25 Prozent in New York gehandelt.

Die Aufholjagd der Konkurrenz setzt Nokia unter Zugzwang. Der Aktienkurs war in den vergangenen Wochen eingebrochen, nachdem Nokia seine Geschäftsprognosen für das laufende Jahr korrigieren musste. Mit fünf neuen Handys will das Unternehmen nun eine Lücke in der Produktpalette schließen - in der Hoffnung, den kräftigen Verlust von Marktanteilen weltweit zu stoppen.

Insgesamt plant Nokia in diesem Jahr die Markteinführung von rund 35 neuen Handys. Langfristig peilt der Konzern weiterhin einen Marktanteil von 40 Prozent an. Im ersten Quartal lag der Marktanteil weltweit jedoch nur bei 32 Prozent.