Postbank Aktie klettert weiter

Die Aktie legt am Freitag weiter zu. Das Papier erzielt höhere Umsätze als mancher Dax-Wert. Analysten sehen auch nach Ende der Kurspflege durch Banken und Fondsgesellschaften Potenzial.

Frankfurt am Main - Die Nachfrage nach den Aktien der Postbank  bleibt auch am dritten Handelstag ungebrochen. Am Freitag legte das Papier trotz eines etwas schwächeren Gesamtmarktes weiter zu und notierte um 12 Uhr bei 29,30 Euro. Die Konzernmutter Post AG hatte die Aktien ihrer Finanztochter zu einem Ausgabepreis von 28,50 Euro an der Börse platziert.

Am Freitag gingen auch im Vergleich zu Dax-Werten erneut große Aktienpakete um. Die Postbank-Aktien waren an ihrem ersten Handelstag am Mittwoch bei 28,84 Euro aus dem Handel gegangen. Am Donnerstag schloss das Papier  nur knapp unter Tageshoch.

Aktien der Konzernmutter Deutsche Post verzeichneten leichte Zugewinne. Der geplante Zusammenschluss der Post-Tochterfirmen DHL, Danzas und Euro Express sei "vernünftig und langfristig positiv" für die Aktie, urteilte Analyst Per-Ola Hellgren von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP). Kurzfristig sei dies allerdings kein kursbestimmendes Thema. Unsicherheiten könnten dagegen dadurch entstehen, dass der Bund bis zum Jahr 2006 sämtliche Aktien von Post und Deutscher Telekom verkaufen will.

Banken pflegen den Kurs

Börsianer gehen davon aus, dass Emissionsbanken und Fondsgesellschaften in den kommenden Tagen dafür sorgen werden, dass die Aktie der Postbank nicht unter den Ausgabekurs von 28,50 Euro fällt. Zudem sei durch den Ausgabepreis am unteren Ende der Preisspanne zusätzliche Nachfrage entstanden. Es sei gut möglich, dass sich die Aktie mittelfristig über der Marke von 29 Euro stabilisiert, sagte ein Händler.

Die Deutsche Post AG erlöst für die verkauften Aktien rund 1,55 Milliarden Euro - etwas weniger als Post-Chef Klaus Zumwinkel zuletzt prognostiziert hatte. Damit wird die gesamte Postbank an der Börse mit rund 4,7 Milliarden Euro bewertet. Zumwinkel hatte den Wert seiner Banktochter vor einigen Monaten noch auf mindestens sechs Milliarden Euro beziffert.

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