Sanofi-Aventis Großaktionär aus Kuwait will verkaufen

Die Kuwait Petroleum Company wird sich zügig von ihrem 13,5-Prozent-Paket an Aventis trennen. Das erwartet Verwaltungsratschef Jürgen Dormann. Im neuen, von Sanofi dominierten Kontrollgremium von Sanofi-Aventis ist bereits kein Platz mehr für Vertreter des kuwaitischen Konzerns vorgesehen.

Frankfurt - Der Aventis-Verwaltungsratsvorsitzende Jürgen Dormann erwartet, dass sich die Kuwait Petroleum Company (KPC) von ihrem Anteil am fusionierten Unternehmen Sanofi-Aventis  trennen wird. Das erklärte der ehemalige Hoechst-Chef der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstagausgabe). Zur Zeit ist KPC mit einem Anteil von 13,5 Prozent der größte Einzelaktionär von Aventis.

Schon auf der am Mittwoch veröffentlichten Vorschlagsliste für die künftigen Mitglieder des Sanofi-Aventis-Verwaltungsrats ist kein KPC-Vertreter mehr zu finden. Dormann selbst strebt in dem Gremium die Rolle des stellvertretenden Vorsitzenden an. Sein Name steht ebenso auf der Liste der acht von Aventis vorgeschlagenen Aufsichtsratsmitglieder wie der von Aventis-Vorstandschef Igor Landau. "Ich möchte dazu beitragen, dass aus dem neuen Unternehmen ein Erfolg wird", sagte Dormann der FAZ.

Trotz der harten Auseinandersetzung im Übernahmepoker erwartet Dormann keinen Konflikt mit dem neuen starken Mann, dem bisherigen Sanofi-Chef Jean-Francois Dehecq. "Er wird die entscheidende Stimme und die Verantwortung haben", sagte Dormann.

Unterdessen hat Sanofi-Synthelabo sein Angebot an amerikanische Aventis-Aktionäre bis zum 30. Juni (17.00 Uhr Ostküstenzeit) verlängert. Das bisherige Fristende war für die gleiche Uhrzeit am 28. Mai angesetzt, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Paris mit. Die letzte Entscheidung über das Fristende werde von der französischen Börsenaufsicht AMF getroffen. Diese Entscheidung werde gleichermaßen für die Offerte in Deutschland, Frankreich und den Vereinigten Staaten gelten.